Fußball-Relegation

11.06.2018

Zwischen Angst und Hoffnung

Grenzenlose Enttäuschung bei den Spielern des FV Weißenhorn und ihrem Trainer Eckhard Sedelmeier nach der Heimniederlage gegen Kettershausen. Jetzt geht das Abstiegsgespenst um im Rothtal-Stadion.
Bild: Margit Kühner

Weißenhorn muss, Aufheim/Holzschwang darf in die Verlängerungder Saison. Demnächst könnte der Aufstieg in die Bezirksliga leichter werden

Der Weg in die Fußball-Bezirksliga ist für einen Relegations-Teilnehmer aus der Kreisliga A ein weiter. Der Iller-Vize SGM Aufheim/Holzschwang etwa braucht für den Aufstieg drei Siege: Am Dienstag um 18 Uhr auf dem Platz des RSV Ermingen den ersten gegen den TSV Blaubeuren, am kommenden Samstag den zweiten gegen die TSG Söflingen und am Freitag in einer Woche den dritten gegen den Bezirksligisten SV Asselfingen. Zum Ende der kommenden Saison könnte die Sache einfacher werden. Der Württembergische Fußball-Verband (WFV) erlaubt per Vorstands-Beschluss, dass der Aufstieg im Halbfinal-Modus ausgespielt wird. Der Bezirksligist wäre somit von Beginn an mit im Boot, zwei Siege würden reichen. Ronny Tegatz, der Trainer der SGM Aufheim/Holzschwang, fände es gut: „Der aktuelle Modus ist ungerecht für die A-Kreisligisten. Die müssen dreimal spielen, während der Bezirksligist sich ausruhen und die möglichen Gegner beobachten kann.

Eine Entscheidung über den künftigen Modus wird in den nächsten Monaten bei den Staffeltagen fallen. Der Bezirkschef Manfred Merkle ist dafür, dass alles so bleibt, wie es ist: „Gäbe es keine Relegation, dann hätten die Kreisligisten gar keine Chance auf den Aufstieg und der Bezirksligist würde auf alle Fälle drin bleiben. Ein kleiner Vorteil darf also schon sein.“

Die SGM Aufheim/Holzschwang muss in dieser Spielzeit auf jeden Fall noch die Ochsentour bewältigen. Den zur Absicherung von Platz zwei in der Kreisliga A Iller noch fehlenden Punkt hat sich die Mannschaft am vergangenen Samstag mit einem torlosen Unentschieden gegen den Meister TSV Obenhausen geholt, geschenkt wurde ihr dabei nichts. Tegatz bestätigt: „Obenhausen war noch voll im Wettkampf-Modus, wir haben eine Menge Körner gelassen.“ Abzuwarten bleibt, ob die Akkus am heutigen Abend schon wieder voll sind. Ein Vorteil für die SGM Aufheim/Holzschwang könnte es sein, dass sie die jüngste Mannschaft der gesamten Liga hat. Gerade darauf ist Tegatz stolz: „Die Jungspunde haben sich schon im dritten Jahr nach dem Aufstieg und in der ersten Saison mit mir als Trainer für diese Relegation qualifiziert.“ Nun soll die Chance natürlich genutzt werden, auch wenn der Trainer jeden Druck von seinen Schützlingen nimmt: „Alles kann, nichts muss.“

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In den kommenden Tagen geht es in der Relegation vor in der Regel hunderten von Zuschauern Schlag auf Schlag. Einer der Höhepunkte in der Saison-Verlängerung ist am kommenden Sonntag um 13.30 Uhr das Duell zwischen dem SV Jedesheim und dem FV Weißenhorn in Bellenberg. Die Fuggerstädter haben sich dieses Spiel durch eine Vielzahl von leichtfertig vergebenen Chancen und eine 0:3-Niederlage am Samstag gegen den TSV Kettershausen selbst eingebrockt. Der allgemeine Tenor im Rothtal-Stadion: Mit so einer Leistung wird es wohl auch gegen Jedesheim nicht reichen. Der B-Kreisligist hatte übrigens ein paar Späher nach Weißenhorn geschickt.

Eine Neuerung für die kommende Saison ist bereits fix: In der Reserve kann auf Antrag einer der beiden Mannschaften mir nur neun Mann gespielt werden, maximal möglich sind dann zwei Auswechslungen. Nach den Bestimmungen des WFV wäre das sogar in den Kreisligen B möglich, aber in seinem Bezirk lehnt Manfred Merkle die Anwendung dieser Regel zumindest im aktiven Bereich ab. Und wer bei der Reserve davon Gebrauch macht, der kann nicht Meister werden. Den Wimpel bekommt dann der Zweite.

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