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Basketball: Es läuft für den Nachwuchs von Ratiopharm Ulm

Basketball

Es läuft für den Nachwuchs von Ratiopharm Ulm

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    Joel Cwik wird bereits um Selfies gebeten. Ein paar Minuten in der Bundesliga hat er in dieser Saison schon bekommen, bei der Orange-Academy gehört er mit seinen 20 Jahren sogar zu den Routiniers.
    Joel Cwik wird bereits um Selfies gebeten. Ein paar Minuten in der Bundesliga hat er in dieser Saison schon bekommen, bei der Orange-Academy gehört er mit seinen 20 Jahren sogar zu den Routiniers. Foto: Imago/Eibner-Pressefoto/Gerald Oelze-de Stoppany

    Wie weit die Profis von Ratiopharm Ulm in den Play-offs der Basketball-Bundesliga kommen, das wird sich von Samstag an weisen. Klar ist hingegen bereits, dass die diversen Nachwuchsmannschaften eine überaus erfolgreiche Saison spielen. Das Team der Orange-Academy hat das Finale in der Pro B erreicht und bestreitet am Mittwoch (19.30 Uhr) zuhause sowie am Sonntag (16 Uhr) auswärts gegen Essen zwei Finalspiele um die Meisterschaft. Die U19 (NBBL) und die U16 (JBBL) haben sich jeweils für das Top-Four qualifiziert, das von Freitag bis Sonntag in der traditionsreichen Berliner Sömmeringhalle ausgetragen wird. Das Problem an der Sache: Zu viele Spiele zur selben Zeit. In einer Pressemitteilung erklärt Ratiopharm Ulm die Finalspiele um die Meisterschaft in der Pro B sogar zu einem „Muster ohne Wert.“

    Das Team der Orange-Academy um die Doppellizenzspieler Teo Milicic, Meissa Faye, Namori Omog, Lenni Kunzewitsch, Joel Cwik und Endurance Aiyamenkhue weist schließlich ein Durchschnittsalter von nur etwas mehr als 18 Jahren auf und ist somit auch eine Art U19. Die Nachwuchskräfte werden am Wochenende nicht für die Orange-Academy in Essen spielen, sondern beim Top-Four in Berlin. Um einen Titel geht es zwar hier wie dort, für die Orange-Academy wäre er aber nur eine Art von Sahnehäubchen.

    Den Aufstieg in die Pro A hat die junge Mannschaft mit dem Finaleinzug schließlich sportlich bereits geschafft, die Ulmer würden ihn auch wahrnehmen und haben eine Lizenz beantragt. So wie sie das auch 2017 getan haben. Damals stieg die Orange-Academy auf – und postwendend wieder ab. Das Abenteuer Pro A hat sich trotzdem gelohnt. Aus dem damaligen Team um den erfahrenen Leitwolf Nils Mittmann schafften es mit David Krämer, Marcell Pongo, Björn Rohwer, Till Pape, Joschka Ferner, Marvin Omuvwie, Nicolas Bretzel, Marius Stoll und Mate Fazekas neun Spieler bis in die Bundesliga, zum Teil sogar bis in die Nationalmannschaft.

    Damals wurden die Partien in der Pro A am Kuhberg ausgetragen, den Orange-Campus gab es noch nicht. In der kommenden Saison wollen die Ulmer in ihrem Trainingszentrum spielen und deswegen könnte es schwierig werden mit der Lizenzerteilung. Es geht um Hallenkapazitäten und darum, ob das Hauptspielfeld am Campus für knapp 1600 Zuschauer und Zuschauerinnen zugelassen wird. Im Hintergrund wird wohl auch über eine andere Lösung nachgedacht: Würden einzelne Spiele in der Ratiopharm-Arena ausgetragen, dann würde ein höherer Zuschauerschnitt erreicht.

    Es handelt sich jedenfalls um ein schwebendes Verfahren mit offenem Ausgang. Ein Sprecher der zweiten Liga konnte und wollte am Montag keine Details zum Lizenzierungsverfahren nennen. Er verwies aber darauf, dass zum aktuellen Zeitpunkt noch gar kein Verein eine Lizenz für die Pro A bekommen hat.

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