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Golf: Jennifer Sräga aus Senden gewinnt im Celtic Manor Resort

Golf

„Bin gekommen, um zu gewinnen“: Jennifer Sräga triumphiert bei G4D-Open in Wales

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    Jennifer Sräga mit dem Objekt der Begierde: dem Siegerpokal der G4D-Open in Wales.
    Jennifer Sräga mit dem Objekt der Begierde: dem Siegerpokal der G4D-Open in Wales. Foto: Sammlung Sräga

    Jennifer Sräga aus Senden hat die Golf-Welt mit einem beeindruckenden Sieg bei den renommierten G4D-Open in Wales auf sich aufmerksam gemacht. Die 26-Jährige setzte sich bei diesem Turnier der besten Golferinnen und Golfer mit Behinderung gegen starke Konkurrenz durch und feierte damit ihren bislang größten Triumph auf internationaler Bühne. Nach ihrem zweiten Platz im vergangenen Jahr war sie heuer überglücklich und sagt: „Es fühlt sich großartig an. Ich bin hierhergekommen, um zu gewinnen.“

    Nach zwei Runden führte die Sendnerin bereits knapp das Feld an und bewies auch am Finaltag starke Nerven. Vor allem ihr präzises kurzes Spiel und ihre mentale Stärke machten den Unterschied aus. „Es ist immer mein Ziel, vorne zu sein und zu zeigen, wie gut ich spielen kann“, hatte Sräga bereits vor der Schlussrunde erklärt. Sie verwehrte der Niederländerin Daphne van Houten am Ende einen Titel-Hattrick, die Entscheidung fiel aber erst auf der 18. und letzten Bahn. Während Sräga dort ein Par spielte, brauchte van Houten zwei Schläge mehr. Das Gesamtergebnis der 26-jährigen Deutschen: 246 Schläge nach 54 Löchern, einer weniger als die Titelverteidigerin aus den Niederlanden.

    Das sagt Jennifer Sräga über ihren Erfolg

    „Ich bin wirklich stolz, das bedeutet mir sehr viel. Ich glaube, ich brauche noch ein bisschen, das zu realisieren. Ich habe letztes Jahr diese riesige Trophäe gesehen und wollte sie unbedingt auch einmal in Händen halten. Jetzt bin ich glücklich, dass ich sie mitnehmen kann“, sagt Sräga nach dem Turnier. Sie ließ dabei auch einen Einblick in ihre Gedankenwelt zu, denn vor dem letzten Loch hatte sie noch einen Schlag Rückstand. Dem Caddy sei es letztlich zu verdanken, dass sie sich trotzdem nicht hängen ließ. „Ich habe es geschafft, stark zu bleiben und die Konzentration bis zum letzten Loch aufrechtzuerhalten“, meint die Sendnerin.

    Gespielt wurde im Celtic Manor Resort in Wales

    Ausgetragen wurde die G4D Open im traditionsreichen Celtic Manor Resort in Wales, das 2010 bereits Austragungsort des Ryder Cups war. Die Veranstaltung gilt als eines der bedeutendsten Turniere im internationalen Behindertengolf. Organisiert wird sie gemeinsam von The R&A, quasi dem Regelhüter des Golfsports, der DP World Tour sowie der EDGA, der internationalen Organisation für Golfspieler mit Behinderung. Insgesamt traten 80 Athletinnen und Athleten aus aller Welt an. Gespielt wurde in verschiedenen Klassifizierungen, darunter körperliche, geistige und visuelle Einschränkungen. Ziel des Turniers ist es, die weltweit besten Golferinnen und Golfer mit Behinderung auf höchstem sportlichem Niveau zusammenzubringen und gleichzeitig die Inklusion im Spitzensport sichtbar zu machen.

    Sräga wurde mit Achondroplasie geboren, einer Form des Kleinwuchses. Schon früh entdeckte sie ihre Leidenschaft für den Golfsport und entwickelte sich rasch zu einer der besten deutschen Spielerinnen im Behindertengolf. Sie gewann mehrfach deutsche und internationale Meisterschaften und gehört seit Jahren zur Weltspitze ihrer Kategorie.

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