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SSV Ulm 1846 Fußball: Sorgen um Kapitän Johannes Reichert nach schwerer Knieverletzung

SSV Ulm 1846 Fußball

Der SSV Ulm 1846 Fußball bangt um seinen verletzten Kapitän

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    Die Mitspieler des SSV Ulm 1846 Fußball wünschen ihrem verletzten Kapitän Johannes Reichert alles Gute.
    Die Mitspieler des SSV Ulm 1846 Fußball wünschen ihrem verletzten Kapitän Johannes Reichert alles Gute. Foto: Andreas Volz/Jan Huebner

    Dieser Schock-Moment in der 65. Minute des Drittligaspiels zwischen dem SV Wehen Wiesbaden und dem SSV Ulm 1846 Fußball wirkt noch immer nach. Spatzen-Kapitän Johannes Reichert hatte sich im Kampf um den Ball unglücklich und schwer am Knie verletzt, musste erst minutenlang behandelt und dann mit der Trage vom Platz gebracht werden. Der 34-Jährige hatte sich dabei vor Schmerzen das Trikot übers Gesicht gezogen, wurde auf dem Weg in die Kabine von aufbauendem Applaus und Sprechchören von den Tribünen begleitet. Eine detaillierte Diagnose steht auch am Tag danach noch aus.

    Die Nacht hatte er in einer Wiesbadener Klinik verbracht. Auf Nachfrage unserer Redaktion sagt SSV-Sprecher Max Rieck: „Er wird erst noch genau untersucht.“ Unter anderem ein MRT in Ulm soll Aufschluss darüber geben, wie schlimm es tatsächlich um Reichert steht. Der Verein hat weitere Informationen zur Verletzung angekündigt, sobald es Klarheit gibt.

    Schon in der vergangenen Saison hatte sich Johannes Reichert am Knie verletzt

    So lange kann lediglich weiter spekuliert werden. Dem Kapitän und Leitwolf droht jedenfalls erneut eine lange Pause. Bereits in der vergangenen Saison hatte sich der Routinier, der seinen Vertrag bei den Spatzen erst vor Kurzem bis ins Jahr 2027 verlängert hat, schwer am Knie verletzt. In der Partie beim 1. FC Köln hatte er sich im Oktober 2024 einen Meniskusriss zugezogen. Nach der Operation war er damals fast zwei Monate außer Gefecht. Für die nach vielen Abgängen ohnehin runderneuerte Spatzen-Abwehr wäre ein erneutes Aus des Chefs ein schwerer Schlag.

    Das sagt Trainer Robert Lechleiter zum Spiel

    Bei der 1:3-Auftaktniederlage in Wiesbaden hatte Ulms Trainer Robert Lechleiter dem Schweizer Neuzugang Sadin Crnovrsanin für den verletzten Reichert gebracht, der musste sich in den verbliebenen Minuten, es war inklusive Nachspielzeit eine gute halbe Stunde, erst einmal einfügen und in seiner Rolle zurechtfinden. Generell machte die Abwehr, in der vergangenen Saison noch so etwas wie das Prunkstück der Spatzen, im ersten Punktspiel nach dem Abstieg oft nicht den stabilsten Eindruck. Der SV Wehen Wiesbaden hätte mit ein bisschen mehr Konsequenz im Abschluss auch noch zwei, drei Tore mehr erzielen können. Cheftrainer Lechleiter sprach nach der Partie ebenfalls von einem „verdienten Sieg“. Er meinte: „Wir haben in den ersten 15 Minuten nicht ins Spiel gefunden und bekommen dann in unserer eigentlich besten Phase das 0:1. In der zweiten Halbzeit wollten wir aggressiver sein, bekommen aber schnell das 0:2. Ab da war Wiesbaden über 15 bis 20 Minuten die bessere Mannschaft.“

    Seine Spatzen schöpften in der Schlussphase nach dem Anschlusstor noch einmal Hoffnung, machten in den letzten Minuten sowie in der Nachspielzeit Druck und zeigten sich dabei durchaus kombinations- und spielfreudig. Allerdings ohne Erfolg. Lechleiter meinte: „Dann hoffst du, dass noch einer reinfällt. Das hat heute aber nicht sein sollen.“

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