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  3. Ulm: Autokorso nach Wahl in der Türkei: Polizei sperrt den Ulmer Altstadtring

Ulm
29.05.2023

Autokorso nach Wahl in der Türkei: Polizei sperrt den Ulmer Altstadtring

Viele Menschen sind in Ulm auf die Straße gegangen, nachdem das Ergebnis der Wahl in der Türkei bekannt geworden war. Die Polizei musste teilweise einschreiten.
Foto: Christoph Reichwein, dpa (Symbolbild)

Nach Bekanntgabe des Wahlausgangs in der Türkei versammeln sich Hunderte Menschen in Ulm – erst in der Innenstadt, später in der Blaubeurer Straße.

Zahlreiche Menschen haben sich nach Bekanntwerden des Wahlergebnisses in der Türkei in der Ulmer Innenstadt versammelt. Am Sonntagabend ab 20 Uhr nahmen der Autokorso und auch das Hupkonzert der beteiligten Fahrzeuge in der Ulmer Innenstadt massiv an Fahrt auf. Es wurden immer mehr Autos, so die Ulmer Polizei.

Feiernde drehen mehrere Runden im Ulmer Altstadtring

Zuvor waren nur einzelne Fahrzeuge durch Hupen und zum Teil mit der türkischen Fahne bedeckt, aufgefallen. Die Polizei ließ die friedlich Feiernden zunächst mehrere Runden im Altstadtring fahren und beschränkte sich darauf, an die Vernunft der Fahrer und Mitfahrer zu appellieren. Leider habe der Appell nur wenig Wirkung gezeigt, so die Polizei. Deswegen wurde der Altstadtring kurz nach 21 Uhr für die Teilnehmenden des Korsos gesperrt. Nun sammelten sich die Autos auf dem Parkplatz eines Baumarktes in der Blaubeurer Straße. 

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Die Diskussion ist geschlossen.

30.05.2023

"Özdemir schrieb weiter, die Autokorsos in Deutschland seien keine Feiern harmloser Anhänger eines etwas autoritären Politikers. "Sie sind eine nicht zu überhörende Absage an unsere pluralistische Demokratie und Zeugnis unseres Scheiterns unter ihnen. Übersehen geht nicht mehr." Es tue ihm um die vielen, vor allem jungen und gut ausgebildeten Menschen in der Türkei leid, die jede Hoffnung verlören. Er fürchte, dass Ultranationalismus und Fundamentalismus sich nun noch stärker durch neue Imame aus Ankara hierzulande verbreiten würden." (Tagesschau v. 29.05).
Herr Özdemir hat vermutlich leider recht. Wenn diese Generation von Deutsch-Türken deutlich zeigen, wen sie da "anbeten", sollte das jedem zu denken geben.