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Ulm
12.01.2022

Nach Rassismus-Debatte: Ausstellung zu Ulmer Krippenfiguren beginnt

Die Figur des Melchiors (zweite von links) steht mit den anderen Figuren der Heiligen Drei Könige im Ulmer Münster.
Foto: Sebastian Gollnow, dpa (Archivbild)

Rassistisch oder nicht? Die Ulmer Münstergemeinde will die Krippenfiguren nicht mehr zeigen. Die Entscheidung hatte bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt und Kritik hervorgerufen.

Sie sorgten bundesweit für eine Debatte und werden nun zum Ausstellungsobjekt: Die Heiligen Drei Könige aus der Weihnachtskrippe des Ulmer Münsters sind ab dem 19. Februar unter dem Titel "Wir müssen reden! Die Münster-Krippe im Meinungsstreit" im Museum Ulm zu sehen, wie ein Sprecher am Mittwoch mitteilte.

In der Ausstellung soll es um die kunstwissenschaftliche Einordnung der Krippenfiguren in das Werk ihres Erschaffers Martin Scheible gehen. Aber auch um die Betrachtung der Dreikönigstradition und ihrer bildlichen Umsetzung durch die Jahrhunderte sowie die Bewertung der schwarzen Königsfigur im Kontext ihrer Zeit, wie es hieß.

Um diese Figur des Melchiors ist eine heftige Debatte entbrannt.
Foto: Scg Cul, dpa (Archivbild)

Rassismus-Debatte um Krippenfiguren: Ausstellung war Idee des Museums

Die Ausstellung geht auf eine Initiative des Museums zurück, wie der Ulmer Dekan Ernst-Wilhelm Gohl zuvor gesagt hatte. Sowohl die Familie, die die Krippe überlassen hatte, als auch die Münstergemeinde begrüßten die Aufarbeitung der Figuren im Museum.

Im Oktober 2020 war bekannt geworden, dass die Ulmer Münstergemeinde die Krippenfiguren wegen einer aus heutiger Sicht rassistischen Darstellung des Melchiors nicht mehr zeigen möchte. Die Entscheidung hatte bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt und vielfach Kritik hervorgerufen. (dpa)

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