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Ulm
09.05.2022

Spektakulärer Unfall am Wiblinger Ring lockt mehr als 100 Gaffer an

Über 100 Gaffer lockte dieser Unfall im Ulmer Stadtteil Wiblingen an.
Foto: Thomas Heckmann

Ein schwerer Unfall im Ulmer Stadtteil Wiblingen lockte am Freitagabend mehr als 100 Schaulustige an, drei Menschen wurden verletzt.

Es krachte, weil ein Autofahrer beim Linksabbiegen nicht auf ein entgegenkommendes Auto achtete. Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei war ein 39-jähriger VW-Fahrer kurz vor 21 Uhr abends auf dem Wiblinger Ring von der B30 kommend in Richtung Tannenplatz unterwegs. Beim Versuch, nach links in die Reutlinger Straße abzubiegen, übersah er einen entgegenkommenden Fiat.

Durch den Zusammenstoß kippte der Fiat auf die Beifahrerseite. Die 41-jährige Fiat-Fahrerin und die beiden jeweils 39 Jahre alten Mitfahrer, ein Mann und eine Frau, mussten verletzt in ein Krankenhaus gebracht werden. Der 41-jährige Unfallverursacher blieb unverletzt, wurde aber auch noch von der Polizei in ein Krankenhaus gebracht. An der Unfallstelle erkannten die Polizisten, dass der Mann unter Alkoholeinfluss stand, für den genauen Wert seiner Alkoholisierung war eine Blutentnahme erforderlich.

Die Ulmer Feuerwehr machte zeitgleich eine Übung

Besonders schnell vor Ort war auch die Wiblinger Feuerwehr, die zeitgleich eine Übung im Industriegebiet Donautal absolvierte. Da befürchtet wurde, dass in dem umgekippten Auto Insassen eingeklemmt sind, rückte auch die Feuerwehr der Hauptwache mit weiterem Rettungsgerät an. Neben den Unfallermittlungen musste sich die Polizei auch um zahlreiche Gaffer kümmern, die offenbar durch die Martinshörner und soziale Medien angelockt wurden.

Die Kreuzung musste durch Absperrbänder weiträumig abgesperrt werden, um die Zuschauenden aus der Einsatzstelle fernzuhalten, gleichzeitig aber Unfallbeteiligte und Ersthelfer befragen zu können. Überwiegend wurden die Absperrungen akzeptiert, bei kleineren Diskussionen hatte die Polizei die Oberhand und konnte die Neugierigen dazu bewegen, hinter die Absperrung zurückzugehen. Bis zur Bergung der Unfallfahrzeuge durch zwei Abschleppwagen musste der Wiblinger Ring gesperrt bleiben, daher war auch die Buslinie 4 blockiert und musste eine Umleitungsstrecke benutzen. Den Sachschaden gibt die Polizei mit rund 9000 Euro an. (AZ)

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