Im Spätsommer 2020 beginnt die Ärztin Sarah Krämer ihre Arbeit in der Psychoonkologie des Uniklinikums Ulm. Eine ihrer ersten Patientinnen ist eine Frau, von der sie zunächst nichts weiß, nur dass sie ihre Hilfe braucht. Als Krämer das Zimmer auf der Intensivstation betritt, sitzt dort weinend auf dem Bett eine junge Frau, etwa in ihrem Alter, die das Foto eines kleinen Kindes umklammert. "Wird sich mein Kind an mich erinnern können?", fragt die Frau, die kurz zuvor erfahren hatte, dass sie bald sterben muss. "Ich fürchte, er ist zu klein, um sich langfristig zu erinnern", antwortet Krämer. Dass sie der Frau nicht helfen kann, lässt Krämer nicht mehr los und zusammen mit Psychotherapeut Klaus Hönig entwickelt sie ein Angebot für Menschen in dieser Situation: die Ulmer Schatzkiste.
Ulm