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Übung

27.09.2016

1300 Meter Schläuche verlegt

Auch die Straßer Jugendfeuerwehr war tatkräftig im Einsatz. Der „Verletzte“ wird an die „Helfer vor Ort“ übergeben.
Bild: Michael Schneider

Groß angelegtes Zusammenspiel unterstreicht die Schlagkraft der Burgheimer Ortsfeuerwehren

„Brand einer landwirtschaftlichen Lagerhalle in Straß – zwei Personen vermisst“, lautete der Funkspruch der Leitstelle, der in allen Feuerwehrhäusern der Marktgemeinde Burgheim ankam. Dieses Szenario war zum Glück nur eine Großübung im Rahmen der bayerischen Feuerwehraktionswoche.

Die Ortswehren machten sich nach der Alarmierung sofort auf den Weg zum Einsatzort. Die Kameraden aus Leidling, Dezenacker-Längloh und Illdorf legten eine mehr als 700 Meter lange Schlauchleitung zur Lagerhalle. Straß-Moos musste circa 300 Meter Schläuche bis zum Brandherd verlegen. Die Aktiven aus Ortlfing-Biding versorgten die Stützpunktfeuerwehr Burgheim mit Wasser. Wengen-Eschling brachte mittels 280 Meter Schlauchlänge Wasser zu den Kameraden aus Kunding, die das angrenzende Wohnhaus schützten. Insgesamt kamen zwölf Strahlrohre zum Einsatz. Die Atemschutzträger der Wehren aus Burgheim und Straß-Moos suchten die vermissten Personen in der Lagerhalle und übergaben sie an die angerückten Helfer vor Ort (HVO), Leonhard Fahrmayr und Anita Beltz. Die Wehrmänner richteten einen Hubschrauber-Landeplatz ein, damit die Retter aus der Luft gefahrlos landen könnten. Der 1. Kommandant der Feuerwehr Straß-Moos, Franz Dreher, bedankte sich anschließend bei seinem Stellvertreter Winfried Ehni, der die Übung bis ins kleinste Detail gründlich vorbereitet hatte. Der Dank des Kommandanten galt weiter den Familien Biber und Stitz, die ihr Anwesen für die Übung zur Verfügung stellten, und den HVO-Kräften.

Die Bürgermeister Michael Böhm, Peter Specht und etliche Gemeinderäte verfolgten die Zusammenarbeit der acht Ortsfeuerwehren mit großem Interesse. Vizebürgermeister Specht bedankte sich bei den 130 Aktiven für ihren vorbildlichen Einsatz. Kreisbrandinspektor (KBI) Peter Mayer lobte die Feuerwehren für ihren motiviert abgearbeiteten Auftrag. Er appellierte an die Aktiven, ihre Arbeit am besten wie in einer Leistungsprüfung durchzuführen. Er erinnerte auch daran, wie wichtig die Kommunikation über Funk sei. Es dürfe um Wiederholung gebeten werden, wenn ein Funkspruch nicht verstanden wurde. Die Feuerwehr-Aktionswoche steht unter dem Motto „Wenn die Katastrophe kommt, sind wir bereit. Komm, hilf mit!“. Der KBI will sich aus diesem Grund auch weiter für den Erhalt der Ortsfeuerwehren einsetzen. Kreisbrandmeister (KBM) Josef Reichherzer überwachte den Aufbau der langen Schlauchstrecke, der reibungslos vonstattenging. Die Leitung wurde gut abgesichert und erfüllte alle technischen Ansprüche. Bei solch einer langen Schlauchstrecke sei aber vielleicht ein Verantwortlicher zur Koordination notwendig, regte er an.

Im gut gefüllten Feuerwehrhaus in Straß spendierte die Marktgemeinde ein Essen für die Aktiven. Die Feuerwehr-Damen Klara Dreher und Daniela Landgraf versorgten mit ihrem eingespielten Team die hungrigen Einsatzkräfte. Beim gemütlichen Beisammensein wurde der Austausch der Feuerwehren untereinander gepflegt. (nr)

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