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Feier

12.11.2019

140 Jahre fester Bestandteil des Dorf- und Vereinslebens

Vorsitzender Andreas Rehm (links) und Kommandant Peter Klarwein ehrten Markus Reißner und Ludwig Bayer (2. von rechts) für 25- bzw. 50-jährige treue Mitgliedschaft. Auch Otto Zielassny ist 50 Jahre dabei (fehlt auf dem Bild).
Foto: M. Geyer

Bei einem gemütlichen Vereins- und Theaterabend feierte die Stepperger Feuerwehr ein kleines Jubiläum

„In unserem Feuerwehrhaus ist Leben“, freute sich Kommandant Peter Klarwein bei der Feier zum 140. Gründungsjubiläum der Stepperger Feuerwehr am Wochenende. Die Stepperger hielten zusammen, das Dorf stünde hinter der Feuerwehr und besuche die Veranstaltungen der Wehr. Wenn ein Vereinsausflug anstehe, müsse der Kommandant erst gar nicht herumlaufen und dafür werben. Im Gegenteil: Wer sich nicht schnell genug anmeldet, hat das Nachsehen.

Mit einem Gottesdienst hatte die Freiwillige Feuerwehr Stepperg die Feier begonnen, wobei die Marktkapelle Rennertshofen zusammen mit der Organistin die Messe gestaltete. Pfarrer Georg Guggemos stellte in seiner Ansprache einige typische Utensilien und Tätigkeiten der Feuerwehr in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen: Wie der Helm den Feuerwehrleuten zum Selbstschutz diene, so müssten sie sich auch vor falschen Freunden vorsehen, die unter dem Namen „Jim, Jack und Johnny“ ihr Unwesen trieben und das Gehirn vernebelten. Die Uniform sei ein Zeichen der Würde und des Respekts. Dieser stünde allen Mitmenschen zu. Wie sie ihre Vereinsfahne hochhielten, so sollten sie auch den Glauben hochhalten, zum Beispiel mit dem regelmäßigen Besuch der Sonntagsmesse. Den Begriff des Feuerlöschens übertrug der Pfarrer auch auf das Löschen von Hass und Rache, von übler Nachrede und grundsätzlich auf das Löschen des Bösen.

Im Pfarrstadl konnte Vorsitzender Andreas Rehm neben den vielen Stepperger Gästen auch Ehrenvorsitzenden Josef Eibl, 3. Bürgermeisterin Ulrike Polleichtner und die gräfliche Familie mit Graf Guy und Gräfin Verena von Moy begrüßen, denen er besonders dankte, weil sie die Getränke für die Feier spendiert hatten. Rehm erinnerte an den 16. Februar 1879, als 26 Stepperger die Feuerwehr gegründet hatten. Der damalige Jahresbeitrag betrug 20 Pfennige. Kommandant Peter Klarwein hob heraus, dass die Nachkriegszeit, geprägt von den Folgen des Zweiten Weltkrieges sehr schwierig und von Streit und häufigem Kommandantenwechsel geprägt war. Erst als Franz Simon das Ruder übernommen hatte, entstand eine schlagkräftige Truppe. 1978 erfolgte der Neubau des Feuerwehrhauses, das von Hermann Engelhard mit Weitblick geplant worden war und seit 41 Jahren der Wehr als Heimat dient. Zurzeit sind es 53 Aktive und acht Jungfeuerwehrkräfte.

Höhepunkte der Vereinsgeschichte waren die Feuerwehrfeste zum 100. und 125. Gründungsjubiläum. 2008 stand die Renovierung des Feuerwehrhauses an. Es mauserte sich zu einem Schmuckstück im Ortsbild. 2010 wurde es eingeweiht. Klarwein lobte besonders die Verbundenheit der Dorfbevölkerung mit der Wehr. Ganz gleich, ob beim alljährlichen Maibaumaufstellen, beim Kesselfleischessen oder beim Herrichten und Wegräumen an den Jubiläen, die Stepperger hielten immer zusammen. „Macht weiter so!“, rief er den Besuchern und Vereinsmitgliedern zu.

Bei einem gemeinsamen Essen wurde gefeiert und die vereinseigene Schauspieltruppe trug mit dem Jugendtheater und dem Dreiakter „Das Geheimnis vom Schallerhof“ bestens zur Unterhaltung bei (siehe Bericht im Kulturteil, Seite 28).

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