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28.07.2010

27 Schüler haben "Eins" vorm Komma

Rain Nach einem eindrucksvollen ökumenischen Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche Rain, den Pfarrer Werner Dippel und Pfarrer Werner Gottwald mit zahlreichen Schülern und Lehrkräften gefeiert hatten, versammelte sich die Schulgemeinschaft der Staatlichen Realschule Rain in der festlich geschmückten Dreifachturnhalle, um die 109 Abschlussschüler zu verabschieden.

Nach der Begrüßung durch Konrektor Johann Leinfelder machte Elternbeiratsvorsitzender Jürgen Mayr den Abschlussschülern klar, dass die Anstrengungen der letzten Monate bald vergessen seien, aber neue Herausforderungen an weiterführenden Schulen oder an den Lehrstellen folgen würden. Er gab ihnen den Rat, in positivem Sinne weiterhin neugierig zu sein und nicht nur bequeme, ausgefahrene Wege zu benutzen, sondern auch einmal schwierige Strecken oder Umwege in Kauf zu nehmen.

Besonderes Erlebnis

Bürgermeister Gerhard Martin nannte es ein besonderes Erlebnis, einen Abschlussjahrgang verabschieden zu dürfen. Er sei sich bewusst, dass die Beendigung der Schulzeit einen großen Schritt zum Erwachsenwerden bedeute und für die jungen Menschen ein neuer Lebensabschnitt beginne.

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Realschulrektor Dr. Andreas Mack freute sich, dass im Jubiläumsjahr - die Realschule feierte bekanntlich ihr 40-jähriges Jubiläum - alle Absolventen das Ziel der Mittleren Reife erreicht hätten, dabei 27 mit einer Eins vor dem Komma. Damals - im Jahre 1970 - sei an eine kleine Schule mit insgesamt höchstens 12 Klassen gedacht gewesen. Im kommenden Schuljahr würden nun ungefähr 840 Schüler/innen den Unterricht besuchen. Allein dieser Zahlenvergleich zeige, dass die Realschule eine respektable und angesehene Institution geworden sei.

Den Absolventen attestierte der Schulleiter Durchhaltevermögen, Pflichtbewusstsein und Zielstrebigkeit, die ihnen zu Fach- und Allgemeinwissen, aber auch zu praktischen Fähigkeiten verholfen hätten. Nicht zu vergessen seien soziale Tugenden wie Gemeinsinn, Verantwortungsbereitschaft und Rücksichtnahme. So biete der Realschulabschluss sehr gute Chancen für die Zukunft der Jugendlichen, da Wirtschaft, öffentliches Leben oder beispielsweise das soziale Umfeld auf diese Kombination aus gediegener theoretischer Basis und lebenspraktischer Ausbildung setzten.

Mit dem Zitat von Erich Kästner "Wer an die Erziehung glaubt, glaubt an Sinn und Wert der Vorbilder" erinnerte Mack an die Verantwortung der Lehrer in ihrer Vorbildfunktion. Auch sei das Schlagwort von der Schule als "Reparaturwerkstatt" der Gesellschaft nicht mehr berechtigt, vielmehr solle man Schule als "Zukunftswerkstatt" begreifen. Die Verteilung der Zeugnisse war wie jedes Jahr mit der Überreichung einer langstieligen Rose für jeden Abschlussschüler verbunden. Nach der Ehrung der Klassenbesten (siehe eigener Bericht) verabschiedete sich Schulsprecherin Luisa Riß von Eltern, Lehrern und Mitschülern mit drei kurzen, aber aussagekräftigen Sätzen (Vergangenheit ist Geschichte! Zukunft ist Geheimnis! Jeder Augenblick ist ein Geschenk!), die sie gekonnt und rhetorisch niveauvoll interpretierte. Mit einem Zitat aus einem Hesse - Gedicht "Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne" schloss sie unter Beifall. Die einzelnen Abschlussklassen stellten sich mit gelungenen Darbietungen vor. So schwelgte die 10a in Erinnerungen bei einem Klassentreffen im Jahre 2050, die 10b glänzte mit französischen Liedern, die 10c spielte in einem satirischen Sketch einen Vormittag an der Schule und die 10d sang und tanzte in Anlehnung an den Namen des Schulleiters eine "Mackarena".

Die gesamte Veranstaltung wurde musikalisch umrahmt und aufgelockert durch die Bläsergruppe unter Leitung von Simon Keller, einem Klaviervortrag von Julia Würmseher und drei mitreißende Auftritte der jungen Sängerin Anna Grillmeier, Klasse 10 b, und ihrer Band. (ho)

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