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Ingolstadt

06.08.2015

30-Jähriger vergewaltigt Frau im Aufzug ihres Hauses

Die Frau war gerade auf dem Weg in ihre Wohnung, als der Mann sie in seine Gewalt zwang.
Bild: Anne Wall, Symbol

Das Amtsgericht Ingolstadt hat einen 30-Jährigen verurteilt, der sich an einer Frau im Aufzug ihres Hauses vergangen hatte. Ihr Freund konnte gerade noch das Schlimmste verhindern.

Das Amtsgericht Ingolstadt hat einen 30-Jährigen zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt. Schuldig wegen Vergewaltigung und Körperverletzung. Der Mann hatte die Tat gestanden.

Es ging um einen Vorfall vom 22. März dieses Jahres. Der in der Ukraine geborene Mann, der sich zu diesem Zeitpunkt in Ingolstadt erst seit ein paar Wochen aufhielt, hatte in einer Bar in der Innenstadt etwas getrunken. Nachts, nach drei, verließ er das Lokal und folgte einer Frau. Als sie vor ihrem Haus ankam und hineinging, ging er ihr in den Aufzug nach, zwang sie in seine Gewalt und verging sich dann an ihr. Dass es nicht zum Äußersten kam, war lediglich der Tatsache zu verdanken, dass die Frau ganz kurz zuvor noch mit ihrem Freund telefoniert hatte, der zu Hause auf sie wartete. Im Flur hatte sie – das ergab die Beweisaufnahme – noch gedacht, dass der Mann, der ihr in das Haus gefolgt war, auch dort wohnen würde. Als seine Freundin trotz der Ankündigung am Telefon nicht kam, machte sich ihr Partner Sorgen und schaute nach.

Er fand die beiden im Aufzug, schlug den 30-Jährigen nieder, der sich davon machte, von dem Freund aber verfolgt und schließlich überwältigt wurde. Mit Hilfe von Passanten gelang es, den Vergewaltiger solange zu fixieren, bis die Polizei kam und ihn mitnahm.

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Nachdem Staatsanwalt Robert Pohle die Anklageschrift verlesen hatte, kam es vor dem Amtsgericht zu einer Verständigung zwischen Anklage, dem Nürnberger Verteidiger Eugen Demin und dem Vertreter der Nebenklage, Peter Gietl. Amtsgerichtsvizedirektor Christian Veh stellte danach eine Freiheitsstrafe von höchstens drei Jahren und zehn Monaten in Aussicht. Für ein vollumfängliches Geständnis.

Angeklagter zeigt vor Gericht Reue

Das lieferte der Angeklagte, der somit der Frau die Aussage vor Gericht ersparte. Das Gericht und auch Staatsanwalt Pohle hielten ihm das zugute. Der Angeklagte zeigte vor Gericht Reue. Er hatte sich zuvor bereits schriftlich bei der Frau entschuldigt. Er wisse, dass er den größten Fehler seines Lebens gemacht habe und bat auch den Freund um Vergebung.

Pohle hatte in seinem Plädoyer drei Jahre und zehn Monate, Demin dreineinhalb Jahre gefordert.

Zuvor hatte sich Demin noch mit Anwalt Gietl unter anderem auf ein Schmerzensgeld von 10000 Euro für die Frau verständigt. 2000 Euro davon wurden direkt übergeben. Der Rest soll folgen, wenn der Mann aus der Haft entlassen wird.

Nach Ingolstadt sei er gekommen, wie er gestern sagte, weil er ein Auto in der Audi-Stadt habe kaufen wollen. Die Ukraine hatte der studierte Betriebswirt der politischen Unruhen wegen verlassen und war zunächst bei Bekannten in Italien untergekommen. Er ist in der Ukraine mehrfach, aber nicht einschlägig vorbestraft. In Deutschland war er nicht vorbestraft gewesen. Bis gestern. nr

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