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Wohnraum

12.09.2015

900 Euro – für ein Zimmer

Das ist für viele Studenten die Traumlage, aber Appartements in diesem Gebäude in der Roseneckstraße fast im Zentrum sind auch entsprechend teuer.
Bild: Harald Jung

Die Zahl der Studierenden an Hochschule und Uni steigt weiter kontinuierlich. Der Wohnungsmarkt hat darauf reagiert. Aber die Mieten für Studentenbuden steigen auch kräftig

Zum jetzt anlaufenden Wintersemester waren über 6000 Studenten in Ingolstadt immatrikuliert. Der überwiegende Teil, mehr als 5000, besucht die Technische Hochschule.

Mit den steigenden Studentenzahlen wächst auch der Bedarf an entsprechendem Wohnraum. Rund ein Drittel der Studierenden stammt aus Ingolstadt und den umliegenden Landkreisen. Sie sind nicht zwingend auf ein Studentenapartment angewiesen. Gut ein weiteres Drittel kommt aus dem restlichen Bayern, etwas mehr als 1000 Studierende aus den anderen Bundesländern und 750 aus dem Ausland. Das heißt nach Angaben der Stadt: Rund 4000 Studierende brauchen eine Unterkunft während ihres Studiums. Und da liegt der Hase im Pfeffer, denn das Angebot deckt die Nachfrage bei weitem nicht. Obwohl der Wohnungsmarkt reagiert hat.

Laut Sachgebiet Statistik der Stadt ergibt sich eine Gesamtzahl von 1545 Wohnräumen und Apartments, und damit 50 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren. Damals waren es etwa 1000. Besonders groß war der Zuwachs bei den privat finanzierten Wohnheimen. Hier kamen allein seit 2013 rund 250 neue Wohnungen hinzu. Das Studentenwerk Erlangen-Nürnberg verfügt über 197 Wohnungen, 120 davon wurden auf dem alten Bundeswehrgelände an der Manchinger Straße neu geschaffen. Weitere 276 Wohnungen gehören der katholischen Canisiusstiftung, 72 dem Gundekar-Werk und 94 der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft. Die restlichen 906 Wohnungen wurden von privaten Bauträgern errichtet. Darüber hinaus gibt es weitere Wohnmöglichkeiten für Studierende, zum Teil in kleineren privaten Wohnheimen sowie in privat vermieteten Zimmern, Apartments und Wohnungen. Diese können statistisch aber nicht vollständig erfasst werden.

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Gut die Hälfte der Studentenwohnungen liegt in der Altstadt, fast alle anderen im unmittelbaren Umkreis um die Innenstadt. Es gibt einfache Zimmer mit weniger als zwölf Quadratmetern, aber auch gut ausgestattete Apartments mit zwei Zimmern und über 50 Quadratmeter Wohnfläche. Im Mittel sind die Wohnungen zwischen 19 und 28 Quadratmeter groß.

Entsprechend der Größe und Ausstattung variieren die Mietpreise zwischen 160 und 900 Euro. Wohnungen der öffentlichen Bauträger sind mit Mieten unter 400 Euro in der Regel günstiger als die der privaten Bauträger. Hier beginnen die Preise meist erst bei 400 Euro. Im Schnitt zahlen Studenten in Ingolstadt 350 Euro Monatsmiete. Damit liegen sie, verglichen mit den anderen Studentenstädten Nürnberg, Erlangen, Regensburg, München und Eichstätt, im oberen Mittelfeld.

Das Angebot an Wohnmöglichkeiten ist zwar besser geworden, aber mit steigenden Studentenzahlen wird auch die Nachfrage immer höher. Projekte privater Investoren sind gerade in Planung, beispielsweise in der Schultheißstraße, aber auch im Neubaugebiet an der Manchinger Straße werden gerade die Möglichkeiten zum Bau von Studentenwohnungen geprüft. Die öffentlichen Bauträger werden sich weiter engagieren – es lohnt sich ja auch. (nr/haju)

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