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Ingolstadt

02.03.2021

ADAC-Hubschrauber: 1288 Rettungsflüge rund um Ingolstadt

Der Rettungshubschrauber Christoph 32 musste im Corona-Jahr 2020 insgesamt 1288 Mal rund um Ingolstadt ausrücken.
Foto: ADAC Luftrettung

Der ADAC-Hubschrauber Christoph 32 musste von Ingolstadt aus im Jahr 2020 insgesamt fast 1300 Mal zu Notfällen ausrücken. Corona hat auch in dieser Statistik Spuren hinterlassen.

1288 Mal – so oft musste die Crew des Ingolstädter Rettungshubschraubers Christoph 32 im vergangenen Jahr 2020 ausrücken. Das waren zwar knapp 17 Prozent weniger Einsätze als im Jahr davor, als der Hubschrauber 1545 Mal abgehoben ist. Doch der Grund – die Corona-Pandemie – hatte gleichzeitig auch eine höhere Belastung für die Crew zur Folge, heißt es in einer Mitteilung der ADAC-Luftrettung. Denn diese musste vermehrt auf die strengen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen achten.

97 Mal musste der Rettungshubschrauber Patienten in ein anderes Krankenhaus verlegen

Der Großteil der Einsätze – 1063 und damit 82,5 Prozent – laufen in der Statistik als Primäreinsätze. Dazu zählen Einsätze, bei denen der Notarzt im Hubschrauber zum Einsatzort geflogen worden ist oder die Crew neben der Behandlung auch noch den Transport in ein Krankenhaus übernommen hat. 97 Einsätze und damit 7,5 Prozent aller Flüge waren sogenannte Sekundärtransporte. Dabei wurde ein Patient von einem Krankenhaus in ein Spezialklinikum mit erweiterten Therapiemöglichkeiten gebracht. 128 Flüge waren sonstige Einsätze oder es war kein Eingreifen nötig.

Zumeist musste der Rettungshubschrauber des ADAC zu Unfällen ausrücken

Ursache Nummer eins waren laut ADAC-Luftrettung mit 41 Prozent Verletzungen nach Unfällen. Dazu gehören Freizeit-, Sport-, Schul- und Verkehrsunfälle. Dahinter folgen mit 24 Prozent Herz-Kreislauf-Erkrankungen und mit 16 Prozent neurologische Notfälle, wie beispielsweise Schlaganfälle.

Die Luftrettung gibt es in Ingolstadt seit 30 Jahren

Dieses Jahr feiert die ADAC-Luftrettung in Ingolstadt ihr 30-jähriges Bestehen. Am 10. Juli 1991 startete Christoph 32 das erste Mal zu einem Einsatz im Großraum Ingolstadt. Zuvor leistete die Bundeswehr mit einer SAR-Maschine vom Militärflughafen Manching Hilfe aus der Luft. Allerdings musste die Besatzung damals zuerst am Klinikum zwischenlanden, den Notarzt aufnehmen und konnte dann erst zum Einsatzort fliegen. Wertvolle Zeit ging so verloren. In den Anfangsjahren waren die Besatzungen in einem provisorischen Container auf dem Klinikumsgelände untergebracht. Erst 1994 folgte der Bau eines modernen Hubschrauber-Hangars, der schließlich am 1. Juli 1995 feierlich eingeweiht wurde. 2012 erfolgte der Spatenstich für den heutigen Erweiterungsbau, der 2014 bezugsfertig war.

Durchschnittlich müssen die Rettungshubschrauber pro Tag zu 141 Einsätzen ausrücken

Doch die Statistik aus Ingolstadt deckt sich mit den bundesweiten Zahlen. So sind auch hier die Zahlen zurückgegangen. Im 50. Jahr ihres Bestehens mussten die fliegenden Gelben Engel bundesweit zu 51.749 Einsätzen ausrücken - das sind durchschnittlich 141 Notfälle pro Tag. Die Alarmierungen sind um 4,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. (nr)

Bundesweite Statistik der ADAC-Luftrettung

Einsätze 51.749 (-4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr)

Serie Das achte Jahr in Folge wurde die ADAC-Luftrettung zu mehr als 50.000 Einsätzen pro Jahr gerufen.

Corona Insgesamt rückten die Crews der 37 Stationen zu rund 800 Corona-Einsätzen aus, darunter rund 100 Spezial-Verlegungstransporte von schwer an Covid-19 Erkrankten. Die meisten davon übernahm „Christoph 112“, der erste bundesweit alarmierbare Rettungs- und Intensivtransporthubschrauber. Er war im April 2020 zusätzlich vom Land Rheinland-Pfalz in Ludwigshafen stationiert worden.

Zahlen Unter den versorgten Patienten waren 2020 mit 58 Prozent wieder mehr Männer als Frauen. Neun Prozent der Patienten waren Kinder oder Jugendliche.

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