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Neuburg

14.09.2020

Abschied: Kantorin Edyta Müller verlässt Neuburger Christuskirche

Kantorin Edyta Müller (Mitte) wird im Herbst die Christuskirche verlassen.
Bild: Julia Abspacher

Plus Mit der „Musik zum Ausklang des Sommers“ nimmt die Gemeinde Abschied von Kantorin Edyta Müller, die Neuburg im Herbst verlassen wird. Nach zwei Jahren macht sich die Kirchenmusikerin dann auf zu neuen Aufgaben.

Ein Abschiedskonzert in zweifacher Hinsicht gab es in der Neuburger Christuskirche zu hören: Mit der „Musik zum Ausklang des Sommers“ verabschiedete die Gemeinde die heiße Jahreszeit, aber noch viel mehr ihre Kantorin Edyta Müller. Nach zwei Jahren macht sich die Kirchenmusikerin auf zu neuen Aufgaben und verlässt Ende Oktober die Stadt Neuburg Richtung Bissingen, wo sie näher bei ihrer Familie sein kann. Zuvor aber spielte sie mit musikalischen Wegbegleitern – Agnieszka Trzeciecka, Klaus und Irmgard Hopp-Wiel, Daniela Mayer sowie der Musikgruppe der Christuskirche – noch einmal ein Konzert an ihrer jetzigen Wirkungsstätte, bei dem bunt gemischte Epochen von Bach bis Rutter auf dem Programm standen.

Kantorin der Christuskirche: Edyta Müller verlässt Neuburg im Herbst

Pfarrer Steffen Schiller bedauerte Müllers Weggang, die „eine überaus begabte, talentierte und engagierte Kirchenmusikerin mit einem hohen Anspruch an Qualität“ sei. Auch wenn sich mancher erst an ihre Art habe gewöhnen müssen, habe sie doch in den vergangenen zwei Jahren einiges vorantreiben können. Nachdem beim letzten Kantorenwechsel rund ein Jahr Vakanz geherrscht hatte, hofft Schiller, dass die Gemeinde diesmal schneller fündig werden wird. Ehrenamtliche würden vieles auffangen können, aber anderes breche durch einen fehlenden hauptberuflichen Kantor erst einmal ab.

Sopranistin Agnieszka Trzeciecka unterstützte die heimischen Musiker.
Bild: Julia Abspacher

Chronologisch arbeitete sich das Konzert durch die Musikepochen und begann mit einem Concerto in C-Dur von Bach, das Müller solistisch auf der Orgel interpretierte und welches für den sonst doch eher ernsthaften Komponisten ungewöhnlich verspielt und leicht daherkam. Wie Kammermusik mutete eine Sonate von Georg Friedrich Händel an, was vor allem durch die Klangfarben von Cembalo, Cello und Flöte bedingt war. Vor allem in den Allegri und einer Siciliana gewann das Stück an Spannung. Immer wieder waren auch Stücke mit Gesang zu hören; Sopranistin Trzeciecka schaffte es, dass ihre Stimme kraftvoll, ohne aber scharf zu wirken durch das Kirchenschiff hallte. Ein Solo-Zwischenspiel des Cellos war sanft und sehnsuchtsvoll.

Zu den schönsten Stücken zählte auch die Pavane von Gabriel Fauré, gespielt nur von Orgel und Querflöte. Die sehr zarte Orgel mit hölzernen Klangfarben überdröhnte die Querflöte dabei nicht, sondern half ihr nur unterstützend dabei, ihre Melodie weit hinauszutragen. Mit ihrer melancholischen Stimmung wirkte die Komposition dabei fast wie ein Schwanengesang auf den Sommer und die scheidende Kantorin, deren letztes konzertantes Stück an der Orgel der Christuskirche dies sein sollte.

Edyta Müller als Dirigentin: Drei Lieder rundeten den Abend ab

Drei (Gospel-)lieder von Carsten Groß und John Rutter der Musikgruppe mit Müller als Dirigentin rundeten den Abend ab und sorgten nach den eher dramatischen vorangegangenen Programmpunkten doch noch für einen hoffnungsvollen Ausklang.

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