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Oberhausen

20.07.2020

Abschied nach 32 Jahren an der Schule in Oberhausen

Abstand zur Schule hat jetzt Ursula Kusche (Mitte), die 39 Jahre lang Lehrerin in Oberhausen war. Verabschiedet wurde sie von (v.l.) Schulleiterin Karin Wunderlich, Bürgermeister Fridolin Gößl und den Vertretern des Elternbeirats Tobias Zacharias und Sibylle Portune. 
Bild: Annemarie Meilinger

Lehrerin Ursula Kusche wird im kleinen Kreis in den Ruhestand verabschiedet.

Unter normalen Umständen hätte der Abschied anders ausgesehen – größer, festlicher und natürlich mit vielen Kindern. Doch die Corona-Einschränkungen fordern Opfer und so waren es nur Bürgermeister Fridolin Gößl, Schulleiterin Karin Wunderlich und die Elternvertreter Sibylle Portune und Tobias Zacharias, die Ursula Kusche an der Grundschule in Oberhausen in den Ruhestand verabschiedeten.

Die Studienrätin im Grundschuldienst war nach ihrem Studium in Eichstätt 39 Jahre lang Lehrerin gewesen, bevor sie im Frühjahr pensioniert wurde. In Oberhausen hat sie seit 1988 unterrichtet. Dass sie an ihrem Wohnort auch arbeiten durfte, bezeichnet sie als großen „Glücksfall“. Die Grundschule Oberhausen sei für sie „immer ein Traumplatz gewesen, an dem unterrichten immer viel Spaß gemacht hat“, so Ursula Kusche. In den vier Jahrzehnten ihrer Lehr-Tätigkeit hat sie nicht nur die Erweiterung der Schule mit der zeitweilig damit verbundenen Umsiedlung nach Kreut mitgemacht. Auch die Einführung der Kombiklassen und die zeitweise Rolle der Leiter-Stellvertreterin gehörten zu ihren Aufgaben.

Ursula Kusche war mit „Leib und Seele“ Lehrerin an der Schule Oberhausen

„Mit Leib und Seele Lehrerin“ sei sie von Anfang an gewesen, so Ursula Kusche, doch die zahlreichen Reformen der vergangenen Jahre – Rechtschreib-, Schrift- und Mathe-Reformen – und darüber hinaus die Einführung der sechsstufigen Realschule, hätten ihr einiges an Verständnis abverlangt. Auch neue „prozess- und kompetenzorientierte“ Lehrmethoden, bei denen der Pädagoge „nur noch Moderator und Lernbegleiter“ sein soll, habe sie in ihrer Rolle als Lehrerin immer wieder infrage gestellt.

Was am Ende bleibt, ist das Abschließen mit dem Berufsleben, und das hat Ursula Kusche schon wenigstens teilweise geschafft: „170 Kilo Unterrichtsmaterial habe ich schon zum Schöpfel gefahren“, erzählt sie lachend, und einiges käme noch hinterher. Bürgermeister Fridolin Gößl bedankte sich bei Ursula Kusche mit einem Blumenstrauß und einer Flasche Wein für all die Jahre, in der „sie weit über die Schule hinaus enorm viel geleistet hat zum Wohl unzähliger Kinder von Oberhausen.“

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