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Gemeinderat Weichering I

17.05.2011

Abwasser wird teurer

Einleitungsgebühr wird sukzessive auf 2,50 Euro erhöht

Weichering Erhitzt haben sich die Gemüter in der Weicheringer Gemeinderatssitzung am Montag an der Erhöhung der Einleitungsgebühr für das Abwasser, die vom Landratsamt gefordert wurde. „Das ist unsozial und geht mir gegen den Strich“, bewertete Gemeinderat Georg Niedermeier die stufenweise Anhebung der Gebühr von derzeit 1,89 auf 2,50 Euro pro Kubikmeter bis zum Jahr 2013. Man sollte zunächst nur den Beschluss einer Erhöhung auf 2,30 Euro für ein Jahr tätigen und abwarten, wie sich die Kostensituation 2012 entwickelt.

Nachdem das Landratsamt aus Kostendeckungsgründen eine sofortige Erhöhung auf 2,50 Euro zur Auflage gemacht hatte, stand das Thema bereits in der Sitzung vor vier Wochen auf der Tagesordnung. Damals kam das Gremium überein, der Aufsichtsbehörde den Vorschlag einer stufenweisen Erhöhung zu unterbreiten. „Als Entgegenkommen und als goldene Brücke zum Regelfall“ kam diese dem Ansinnen des Gemeinderats nach.

Doch mit der Kulanz des Landratsamts hatte so mancher Gemeinderat sein Problem, denn letztlich obliegt es nicht der Kreisbehörde, sondern der Gemeinde, die Preise für die Einleitungsgebühr festzulegen. Das Landratsamt als Kontrollinstanz über die Finanzen der Kommunen gibt lediglich eine Empfehlung ab. Sich daran nun sklavisch zu binden, widerstrebte unter anderem Dr. Friedrich Höche. „Wenn das so ist, dann brauchen wir künftig nur noch das zu machen, was uns von oben diktiert wird“, gab er zu bedenken. Zustimmung erhielt er von seinen Ratskollegen Max Wäcker und Johann Fürholzer. Sie hätten gerne die Gebühr zunächst auf 2,30 Euro erhöht und danach die Kosten neu kalkuliert. Denn, wie Gemeinderat Georg Niedermeier wusste, würde eine Erhöhung um rund 30 Prozent vor allem eine mehrköpfige Familie hart treffen. Etwa 100 Euro mehr als bis dato hätte zum Beispiel ein Fünf-Personenhaushalt pro Jahr zu berappen.

Dennoch entschieden sich die Ratsmitglieder mit der knappen Mehrheit von 8:6 Stimmen für den Vorschlag der Kreisbehörde und damit für eine stufenweise Erhöhung auf 2,50 Euro bis zum Jahre 2013. „Haben wir den Kostendeckungsgrad erreicht, können wir die Gebühren ja wieder senken“, zeigte sich Bürgermeister Thomas Mack mit der Entscheidung zufrieden.

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