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Klingsmoos

02.12.2019

Adventskonzert: Süßer die Stimmen nie klingen

Den Konzertabend beendeten alle Musiker zusammen mit den beglückten Zuhörern mit dem Abendlied „Gott behüte uns“ – und keiner ging ohne ein rotes Päckchen nach Hause!
Bild: Brigitte Clemens

Wie Sänger und Musiker ihr Publikum in der Klingsmooser Kirche St. Josef in Weihnachtsstimmung bringen.

Vier Gruppierungen trugen dazu bei, dass die frühwinterliche Dunkelheit des ersten Adventssonntags hellen Lichtschein erfuhr. Der Frauenchor Musica nova unter Leitung von Sabine Becker, Maximilian Brunner an Orgel und Piano, das Ensemble Königsmooser Musi unter dem Dirigat von Grit Braun und das A-cappella-Ensemble Ois is Voice unter Führung von Günther Dier boten ein abwechslungsreiches und besinnliches Adventskonzert, bei dem auch ein „rotes Päckchen, das Glück und Zufriedenheit enthielt, weitergegeben, aber nicht geöffnet werden durfte“, eine wichtige Rolle spielte.

Mit „neuem geistlichen Liedgut“ traten die zwölf Frauen des Chores Musica nova an, beschrieben stimmig im Lied „Im Schein der Kerzen“ die Adventszeit. Flott gestalteten sie das Stück „Zeit ist voller Hoffnung“, schickten buchstäblich einen Lichtstrahl mit der Weise „Ein Warten geht durch die Zeit“ in die Kirche. Beim Carol „In the Bleak Midwinter“ zeichneten sie ein winterliches Bild, das durch die Klavierbegleitung Brunners fast einem Schneeflockenwirbel glich. Die Melodie „Sanft weht ein Hauch überm Meer“ ließ buchstäblich den Luftzug unter Vogelflügeln im Sternenlicht über dem Meer spüren. Im Septett und Quartett formierten sich die Bläser der Königsmooser Musi. Getragen, dynamisch gut gestaltet musizierten sie die Weise „Can You feel the love tonight“, schwungvoll mutete „S´wintert scho eina“ an und bei „Waht der Schneewind“ gelang es dem Ensemble lautmalend böige Windstöße durch das Kirchenschiff zu schicken.

Adventskonzert in Klingsmoos: Die Sänger setzen ihre Stimmen gekonnt ein

Brunner brachte mit flottem Fingerspiel in Felix Mendelssohn-Bartholdys Präludium und Fuge in c-Moll die Orgel zum Klingen und zog bei seinen Variationen zu „O Heiland reiß den Himmel auf“ nicht nur viele Register, sondern beendete die diversen Spielarten äußerst fulminant.

Lauter bekannte Melodien hatte das A-cappella-Ensemble Ois is Voice dabei. Doch weit gefehlt, wer da Althergebrachtes erwartete. Mit schrägen Klängen, fetzig-peppigem Rhythmus, Schnipsen, Klatschen und Glöckchen ließen sie „Jingle Bells“, „Kling, Glöckchen“, „In dulci jubilo“ oder „Engel haben Himmelslieder“ in völlig neuem Gewand ertönen und machten bekannte Songs zu einem ganz besonderen Hörerlebnis. Die Sänger setzen ihre Stimmen gekonnt ein, harmonierten, gestalteten mit feinsinniger Dynamik, legten Klangteppiche, spielten mit Echoeffekt und Stilen, artikulierten perfekt und zogen die Zuhörer in ihren Bann. Dass Brunner mit seiner klaren Männerstimme dem Chor Musica nova noch einen besonderen Drive verlieh, erfreute beim Titel „Gott segne dich“.

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