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Schwimmen in Neuburg

02.12.2018

Adventsschwimmen 2018: Neuburger schwimmen Richtung Weihnachten

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13 Vereine starteten beim 46. Adventsschwimmen des TSV Neuburg im Parkbad. In 838 Einzel- und Staffelstarts wetteiferten die Teilnehmer mehr als sechs Stunden lang um Medaillen – und um persönliche Bestzeiten. Erstmals seit vielen Jahren war der Klub Dolomitica Nuoto aus Italien nicht dabei. Die Stimmung unter Schwimmern und Zuschauern trübte das aber nicht.
Bild: Xaver Habermeier

Stimmung, Leistung, Sportsgeist: Mit dem 46. Adventsschwimmen ist der TSV Neuburg  mehr als zufrieden. Doch steht dem Verein wohl erneut eine Veränderung bevor.

Wettkampf Nummer zwölf. 25 Meter, Kraulbeine mit Brett. Die Mädchen, zwischen sechs und neun Jahre alt, sind sichtlich angespannt, aber konzentriert. Für viele von ihnen ist es das erste Adventsschwimmen, für manche der erste Wettkampf überhaupt.

Mit Campingstühlen und einer ordentlichen Menge Handtüchern richteten sich die Schwimmer mit ihren Familien im Parkbad ein.
Bild: Elisa Glöckner

Zum 46. Mal veranstaltet der TSV Neuburg das Adventsschwimmen im Parkbad am Englischen Garten. 13 Vereine gehen in diesem Jahr an den Start, darunter die Teams aus Rain und Neufahrn, Pfaffenhofen und Eichstätt. Fünf Schwimmer treten für den SV Augsburg an, drei für den SG Mittelfranken. Nicht von der Partie ist dagegen die italienische Fraktion Dolomitica Nuoto, die seit acht Jahren eigentlich zu den Traditionsteilnehmern gehört. Das Team sei heuer verhindert, erläutert TSV-Abteilungsleiter Maximilian Treß. Anzumerken ist das italienische Fernbleiben der Stimmung aber nicht – zumal die sportlichen Höhepunkte mit den Staffeln als „kleine Städtevergleiche“ noch bevorstehen.

Jetzt aber kämpfen Einzelne um Medaillen: Eine Handvoll Mädels bereitet sich im Wasser auf den Wettkampf vor. Sie verharren am Beckenrand. „Auf die Plätze“, ruft eine Frauenstimme. Ein Pfiff. Das Brett nach vorne, die Beine paddeln. „Hopp“, feuert eine Trainerin ihren Schützling an. Daneben Eltern, Großeltern, Geschwister mit Smartphones. „Toll machst du das, Schatz“, findet ein Papa, die Tochter schnauft, sie lächelt.

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Von 9 Uhr morgens bis Sonntagnachmittag gaben die Teilnehmer aus 13 bayerischen Vereinen im Wasser ihr Bestes.
Bild: Xaver Habermeier

Seit drei Jahren organisiert Maximilian Treß das Adventsschwimmen des TSV Neuburg

Wie immer, möchte man fast sagen, gilt der TSV Neuburg auch in diesem Jahr als Top-Favorit. Ob’s reicht? Maximilian Treß ist skeptisch. „Die Eichstätter sind sehr gut“, sagt er. „Mal sehen, was die Staffel bringt.“ In der dritten Saison leitet der 24-Jährige die Schwimmabteilung des Sportvereins. Zum dritten Mal fällt demnach das Adventsschwimmen in seine Zuständigkeit. „Wenn man es einige Male gemacht hat, geht vieles leichter“, sagt der Sportler und nickt kräftig. Unterstützung hat Treß von etwa 20 Leuten. Außerdem packt der ehemalige Abteilungsleiter Manfred Schiele mit an. Auf seinen Nachfolger ist der mächtig stolz: „Max hat sich unwahrscheinlich gesteigert“, betont er. Allein der Aufbau der Veranstaltung habe diesmal nur etwa 80 Minuten gedauert. „Das war bei mir nie so.“ Er lacht.

Weil momentan alles so gut läuft, sieht Manfred Schiele der Zukunft des Vereins jedoch mit gemischten Gefühlen entgegen. Denn nach nur drei Jahren will Maximilian Treß sein Amt als Abteilungsleiter bei den Neuwahlen Ende Januar abtreten. An wen, ist noch unklar. Sicher scheint nur: Die Auflagen, der Datenschutz, die Verantwortung sind Gründe, die offensichtlich gegen diese Position sprechen.

Spitzensportlerin Samantha Rebele konnte ihre Schwimmzeiten in diesem Jahr halten.
Bild: Elisa Glöckner

Vor allem junge Schwimmer haben sich beim Adventsschwimmen des TSV Neuburg verbessert

In der Rolle des Trainers steht Manfred Schiele erstmals seit langer Zeit wieder am Rand des Adventsschwimmens. Wie er sind alle Neuburger Trainer mit der Leistung ihrer Sprösslinge zufrieden. Insbesondere junge Schwimmer, sagt Treß, hätten sich zum Teil um acht Sekunden verbessert. „Auf 50 Metern ist das viel.“ Glücklich zeigt sich auch Samantha Rebele, die ihre Zeiten im Vergleich zum Vorjahr halten kann. Die 24-jährige Sportlerin schwimmt seit fast zwei Jahrzehnten. Ihren ersten Wettkampf hat sie im Alter von sieben bestritten, seither ist auch das Adventsschwimmen fest im Kalender eingeplant. Für sie gibt der Wettbewerb in Neuburg den Startschuss in die kommende Weihnachtszeit. Die Dekoration, der Adventskranz: „Hier herrscht eine besondere Stimmung. Ich freue mich jedes Jahr darauf.“

Der Medaillenspiegel des 46. Adventsschwimmens in Neuburg

1. SV 77 Neufahrn: 37 Gold, 18 Silber, 19 Bronze
2. TSV Neuburg: 34 Gold, 23 Silber, 16 Bronze
3. Polizei SV Eichstätt: 22 Gold, 21 Silber, 5 Bronze
4. SSV Schrobenhausen: 18 Gold, 17 Silber, 14 Bronze
5. TSV Indersdorf: 11 Gold, 21 Silber, 22 Bronze
6. SSV Höchstädt: 10 Gold, 3 Silber, 1 Bronze
7. VSC Donauwörth: 7 Gold, 1 Silber, 2 Bronze
8. WSF Beilngries: 6 Gold, 4 Silber, 8 Bronze
9. TSV Rain: 5 Gold, 6 Silber, 3 Bronze
10. SC Delphin Ingolstadt: 4 Gold, 4 Silber, 2 Bronze
11. MTV Pfaffenhofen: 3 Gold, 6 Silber, 1 Bronze
12. SG Mittelfranken: 3 Gold, 0 Silber, 0 Bronze
13. SV Augsburg: 1 Gold, 4 Silber, 0 Bronze

Eine Bildergalerie zum 46. Neuburger Adventsschwimmen finden Sie hier.

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