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Ärzte und Pfleger in Neuburg verdienen Schutz

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Kommentar Von Dorothee Pfaffel
15.05.2018

Die verbale und körperliche Gewalt gegen Ärzte und Personal in Krankenhäusern und Praxen darf nicht geduldet werden. 

redaktion@neuburger-rundschau.de

Dass Menschen, die anderen helfen wollen, bei ihrer Arbeit beleidigt, bespuckt oder sogar geschlagen und getreten werden, darf nicht sein. Ebenso wenig, dass Frauen an ihrem Arbeitsplatz nicht derselbe Respekt entgegengebracht wird wie ihren männlichen Kollegen. Um den Schutz ihrer Mitarbeiter zu gewährleisten, müssen die Verantwortlichen alle notwendigen Maßnahmen ergreifen.

Patienten kommen meist in einer psychisch oder physisch angeschlagenen Verfassung in eine Arztpraxis oder Notaufnahme. Klar, dass sie wenig Geduld mitbringen. In dieser Situation muss das Personal ihre Bedürfnisse und Ängste ernst nehmen, bei langen Wartezeiten tröstende oder erklärende Worte finden und kann vielleicht über die ein oder andere spitze Bemerkung professionell hinwegsehen. Alkohol und Drogen, ein bestimmtes soziales Milieu oder ein Migrationshintergrund sind hingegen keine Entschuldigung für aggressives oder despektierliches Verhalten.

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In Kliniken in Niedersachsen und Bremen hat man inzwischen auf die Gefahren in den Notaufnahmen reagiert – und zwar mit Notfallknöpfen, Überwachungskameras und Sicherheitskräften. So sollen Ärzte und Pfleger geschützt werden, damit sie wieder konzentriert ihren eigentlichen Aufgaben nachgehen können. Schwer genug bei einer Zwölf-Stunden-Schicht mit enormer Verantwortung.

Egal wie groß das Krankenhaus, die Sicherheit des Personals und der Patienten darf nicht vernachlässigt werden. In wenigen Augenblicken kann aus einer hitzigen Diskussion ein Übergriff werden – und dann kann es schon zu spät sein, um noch die Polizei zu rufen. Ein privater Sicherheitsdienst in der Notaufnahme – zumindest während der Nachtschichten am Wochenende –, würde so manchem betrunkenem Hitzkopf präventiv Respekt einflößen und dem Klinikpersonal ein Gefühl der Sicherheit geben. Traurig, dass das nötig ist.

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