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Neuburg

23.01.2020

AfD will den Neuburger Stadtrat „auflockern“

Mit dem neuen Parkhaus, das derzeit am Neuburger Parkbad entsteht, ist die Alternative für Deutschland nicht glücklich. Damit Badbesucher weiterhin mit dem Auto anfahren können, will Christina Wilhelm eine Bezahlschranke. 
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Mit dem neuen Parkhaus, das derzeit am Neuburger Parkbad entsteht, ist die Alternative für Deutschland nicht glücklich. Damit Badbesucher weiterhin mit dem Auto anfahren können, will Christina Wilhelm eine Bezahlschranke. 
Bild: Christof Paulus

Plus Die Alternative für Deutschland will erstmals in das Gremium einziehen. Welchem lokalen Bündnis die Partei dann den Kampf ansagen würde.

Einen eigenen Oberbürgermeisterkandidaten stellt die Alternative für Deutschland (AfD) in Neuburg zwar nicht, dennoch könnte die Partei bei der Kommunalwahl im März zum ersten Mal in den Neuburger Stadtrat einziehen. Das sind ihre Ziele:

Wie alle anderen Parteien beschäftigt sich auch die AfD mit dem Thema Verkehr. Allerdings sagt die Kreisvorsitzende für Neuburg-Schrobenhausen, Christina Wilhelm, ganz klar: „Die Stadt soll weiterhin mit dem Auto befahrbar sein, vor allem dort, wo sich Geschäfte befinden.“ Eine Fußgängerzone schließt die Partei damit aus, Dieselfahrverbote lehnt sie ebenfalls ab. Ebenso einen Einbahnstraßenring. Weitere Parkplätze wünscht sich die AfD zwar durchaus, genaue Standorte für einzelne Parkplätze oder gar ein ganzes Parkhaus, hat sich die AfD aber noch nicht überlegt. Da müsse man prüfen, was möglich sei, wenn die Partei im Stadtrat ist, meint Wilhelm.

AfD: Bezahlschrank statt Parkhaus am Hallenbad

Mit dem neu entstehenden Parkhaus am Hallenbad ist die AfD nicht glücklich. Damit die Bad-Besucher, insbesondere während der Bauphase mit nur eingeschränkt verfügbaren Parkplätzen, weiterhin einen Platz für ihr Auto finden, will sich Wilhelm für eine Bezahlschranke einsetzen. Eintritt zahlende Hallenbadbesucher bekämen ein kostenloses Ausfahrtticket, erklärt Wilhelm, die dort selbst oft schwimmen geht.

AfD will den Neuburger Stadtrat „auflockern“

Zum Verkehrskonzept der AfD gehört außerdem der Ausbau von Fahrradwegen und sicheren Schul-buswegen, wie Christina Wilhelm erzählt. Als Beispiel hierfür nennt sie die Matthias-Bauer-Straße in Heinrichsheim. Sowohl Christina Wilhelm als auch ihr Stellvertreter Franz Neumann wohnen in Heinrichsheim. An der Ecke Matthias-Bauer-Straße/Einmündung Schulstraße sei nicht einmal ein Gehweg vorhanden. Wilhelm: „Es ist katastrophal, wie die Schulkinder quer über die Straße und direkt in der Kurve zu ihrem Bus gelangen müssen.“ In Sachen Donaubrücke spricht sich die AfD weiterhin für eine City-Brücke aus statt für eine „Monsterbrücke mit Staatsstraßenanbindung quer durch unseren schützenswerten Auwald“, wie Wilhelm sagt. Die Partei ist also gegen die Osttangente.

AfD will die Arbeit von „Neuburg ist bunt“ im Juze verbieten 

Die Alternative für Deutschland hat aber auch soziale Themen auf ihrer Agenda: In Neuburg sollten nicht nur mehr Kindergärten gebaut, sondern auch mehr Krippenplätze angeboten werden, findet die Kreisvorsitzende. Viele Eltern möchten schließlich schon vor dem Kindergartenalter wieder ihrem Beruf nachgehen. Attraktiver müsse auch das Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche werden, zum Beispiel mit mehr Bolzplätzen oder einer Verlängerung der Eis-Arena, zählt Wilhelm auf. Offene Stammtische des partei- und organisationsübergreifenden Bündnisses „Neuburg ist bunt – Bündnis für Toleranz“ im Neuburger Jugendzentrum hingegen will die AfD künftig unterbinden oder zumindest genauer überwachen, damit „Kinder und Jugendliche nicht für politische Zwecke ideologisiert werden können“, so die Meinung der AfD. Die Jugendarbeit und die Aufsicht in Jugendzentren müsse stärker kontrolliert und gegebenenfalls verfolgt und abgemahnt werden, findet Wilhelm klare Worte.

Im Wahlprogramm der AfD gibt es noch weitere Punkte, zum Beispiel: Die Senioren sollen in der Innenstadt stärker in das öffentliche Leben mit eingebunden werden, etwa durch Seniorenstammtische. Die Stadt braucht mehr bezahlbaren Wohnraum, der gerecht verteilt werden soll, auch auf die einheimische Bevölkerung. Die regionale Landwirtschaft und ihre Selbstvermarktung in der Region soll verbessert werden, etwa durch das Senken der Standgebühren am Wochenmarkt. 

Der AfD dauern die Wartezeiten in der Notaufnahme zu lange

Außerdem will Wilhelm die langen Wartezeiten in der Neuburger Notaufnahme, die ihrer Aussage nach bis zu drei Stunden betragen, nicht länger hinnehmen. Das Krankenhaus ist zwar keine städtische Einrichtung, doch die AfD will den Kontakt intensivieren und mehr Einfluss nehmen. Eines der Hauptanliegen der AfD lautet: die seit Jahren festgefahrenen Strukturen im Neuburger Stadtrat auflockern. Neue Ideen hätten aktuell keine Chance, sagt Wilhelm. „Es bleibt immer alles beim Alten.“

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