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Kommunalwahl

23.11.2019

AfD will in Stadt- und Gemeinderat

Kreisvorsitzende Christina Wilhelm tritt für die Alternative für Deutschland als Spitzenkandidatin auf der Stadtratsliste an.
Foto: Dorothee Pfaffel

Christina Wilhelm (Stadtratsliste) und Kevin Schmidl (Gemeinderatsliste Königsmoos) sind die Spitzenkandidaten der AfD. Warum nur ihre Namen publik gemacht werden

Zum ersten Mal wird die AfD bei den Kommunalwahlen im März kommenden Jahres mit einer Stadtratsliste antreten. Wie Kreisvorsitzende Christina Wilhelm telefonisch mitteilte, hat die Alternative für Deutschland zudem für die Gemeinde Königsmoos eine Gemeinderatsliste aufgestellt. Die Nominierungen fanden am Dienstagabend statt.

An welchem Ort die Versammlungen über die Bühne gingen, wollte die 40-jährige Neuburgerin nicht verraten. „Wir müssen die Gastwirte schützen“, erklärte sie, nachdem es bereits unschöne Vorfälle gegeben habe.

Um die Kandidaten keinen Anfeindungen auszusetzen, hat Wilhelm auch nur die Namen der zwei Spitzenbewerber für den Stadtrat in Neuburg und den Gemeinderat Königsmoos mitgeteilt. Für den Gemeinderat in der Moosgemeinde tritt der 22-jährige Kevin Schmidl auf Rang eins der Liste an. Der junge Mann wurde erst Anfang des Jahres als Beisitzer in den Vorstand des Kreisverbandes gewählt.

In den Stadtrat von Neuburg will sich die Kreisvorsitzende selbst als Spitzenkandidatin wählen lassen. Zwar ist es ihre erste Bewerbung auf kommunaler Ebene, doch Erfahrungen als Kandidatin hat Christina Wilhelm schon reichlich auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene gesammelt. Im Mai holte die staatlich geprüfte Fremdsprachenkorrespondentin bei den Europawahlen 9,2 Prozent. Bei den Landtagswahlen im Oktober vergangenen Jahres erhielt die Mutter dreier Kinder 11,1 Prozent und landete damit hinter der CSU und den Freien Wählern auf Platz drei. Noch besser war ihr Abschneiden ein Jahr davor bei den Bundestagswahlen. Hier kam Wilhelm mit 13 Prozent ebenfalls auf Rang drei, mit den Zweitstimmen lag die AfD aber hinter der CSU sogar auf dem zweiten Platz.

Wie Wilhelm weiter mitteilte, sei die Stadtratsliste mit 30 Kandidaten komplett belegt. Ob dabei Plätze von Kandidaten mangels ausreichender Bewerber doppelt besetzt werden, oder ob es sich um 30 verschiedene Personen handelt, wird sich zeigen, wenn die Stadtratsliste im Januar im Wahlamt der Stadt abgegeben wird. Denn erst dann, wenn die Listen, auch die für den Gemeinderat, offiziell eingereicht werden müssen, sollen auch die Namen der Kandidaten öffentlich gemacht werden. Dies ebenfalls, „um die Leute zu schützen“, wie Wilhelm sagt.

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