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Aiwanger hat sich im Ton vergriffen

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Kommentar Von Claudia Stegmann
11.10.2019

Warum der bayerische Wirtschaftsminister bei der Eröffnung der Jagdmesse in Grünau verbal übers Ziel hinausgeschossen ist. 

Man mag von der Jagd halten, was man will. Doch die Art und Weise, mit der Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger bei der Eröffnung der Jagdmesse in Grünau die Jagd propagiert und alle Andersdenkenden angegriffen hat, ist nicht nur unprofessionell, sondern auch höchst blamabel. Dass man Veganern ihre Esskultur angeblich ansieht, darf er sich gerne denken. Doch als Politiker sollte er es sich verkneifen, solche Diffamierungen in der Öffentlichkeit laut auszusprechen. Als ob eine solche Äußerung nicht schon erstaunlich genug wäre, setzt er auch noch das Abschießen eines Rehs mit dem Ernten eines Apfels gleich. Auch wenn man bei viel gutem Willen den Kern dieses Vergleichs verstehen mag: Unglücklicher hätte sich Aiwanger nun wirklich nicht ausdrücken können!

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Sollte der eine oder andere über diese verbalen Entgleisungen noch schmunzeln können, muss spätestens folgende Aussage als höchst fragwürdig eingestuft werden, die ebenfalls bei der Eröffnung der Jagdmesse gefallen ist. Im Zusammenhang mit dem diskutierten Taschenmesser-Verbot sagte Aiwanger: „Deutschland und Bayern wäre sicherer, wenn jeder vernünftige Mann und jede vernünftige Frau ein Messer tragen dürfte.“ Das klingt beinahe so, als würde der stellvertretende Ministerpräsident dieses Freistaats zur bewaffneten Selbstverteidigung aufrufen.

Aiwanger ist bei der Veranstaltung rhetorisch der Gaul durchgegangen. Damit hat er sich mindestens genauso disqualifiziert wie jene Kritiker, die im Netz gegen Jäger hetzen. Der Unterschied ist nur: Als Spitzenpolitiker dürfte ihm so etwas nicht passieren.

Lesen Sie dazu den Artikel von Fabian Kluge: Jagdmesse: Aiwanger schießt gegen Kritiker

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12.10.2019

DER "HIRSCHFÄNGER" IN DER SEITENTASCHE DER LEDERHOSE WAR (UND IST) EIN "URBAYRISCHER BESTANDTEIL" UNSERES LEBENS ! ER SOLLTE ES, SO FINDE ICH AUCH BLEIBEN !
WENN ANDERE; WIE ZUM BEISPIEL DER BUNDESPRÄSIDENT DIE BÜRGER AUFRUFEN SICH GEGEN TERROR VON RECHTS ZU POSTIEREN; STÖSST SICH AUCH KEINER DRAN !
UND SO SOLLTE ES AUCH BEI "AIWANGER" SEIN!
W I R BAYERN HABEN KEIN PROBLEM MIT DEM MESSER ! NOCH NIE GEHABT ! UND WIR HABEN UNS AUCH DAMIT NICHT GEGENSEITIG UMGEBRACHT (BIS AUF AUSNAHMEN!).
ZUGEGEBEN, DER SATZ : „Deutschland und Bayern wäre sicherer, wenn jeder vernünftige Mann und jede vernünftige Frau ein Messer tragen dürfte.“ KLINGT ETWAS MARTIALISCH, ABER DAS SCHWERGEWICHT LIEGT AUF "VERNÜNFTIG" UND RELATIVIERT IHRE
VORSTELLUNG DER MESSERSTECHENDEN BAYRISCHEN MÄNNER UND FRAUEN , FRAU STEGMANN !

WAS ÜBER 100E JAHRE BESTAND HATTE; KANN NICHT DURCH EINIGE "MESSERSTECHENDE NICHTBAYERN" (SPRICH PREISSN!) PLÖTZLICH UNMÖGLICH SEIN ! WIR SIND MIR DEM MESSER IN DER LEDERHOSE AUFGEWACHSEN UND HABEN DABEI NIE IM
HINTERKOPF MESSERSTECHENDE HORDEN AN BAYERN DURCH DIE LANDE ZIEHEND GESEHEN!

DIE ÄUSSERUNGEN, DIE SOWOHL DIE "VEGANER" ANGEHT; ALS AUCH DIE ÜBERS "REH" SIND AN DIE J Ä G E R GERICHTET ! D I E VERSTEHEN AIWANGERS SPRACHE, SIND SIE DOCH SELBST HÄUFIG ZIELSCHEIBE IN UMGEKEHRTER RICHTUNG ! DEN SCHUH BRAUCHT SICH KEIN "NORMALO" ANZIEHEN ! EIN BAYRISCHER POLITIKER DARF IN BAYERN ÜBERWIEGEND BAYRISCHE
DENKWEISE BERUHIGT ÄUSSERN! W I R BAYERN VERSTEHEN IHN ! DIE "ZUGROASTEN", VON DENEN WIR LEIDER IMMER MEHR
DURCHSETZT WERDEN, SOLLEN EINFACH WEGHORCHEN !

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13.10.2019

"Deutschland und Bayern wäre sicherer, wenn jeder vernünftige Mann und jede vernünftige Frau ein Messer tragen dürfte.“
"WAS ÜBER 100E JAHRE BESTAND HATTE; KANN NICHT DURCH EINIGE "MESSERSTECHENDE NICHTBAYERN"

Ob er mit Letzterem wirklich "Preiss'n" meinte, halte ich für sehr fraglich. Scheint eher, der Hubsi ist in der falschen Partei oder etwas harmloser und bayerisch nur ein "Dorfdepp".

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