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Burgheim

14.04.2015

Akustische Traumreise

Die Marktmusikkapelle Burgheim begeisterte beim Frühlingskonzert die Zuhörer.

Burgheim Nicht nur die Liebhaber der Blasmusik kamen beim Frühlingskonzert der Marktmusikkapelle Burgheim voll auf ihre Kosten. Die Jugend- und die Stammkapelle überzeugte mit einer musikalischen Phantasiereise und bewies in Können und Vielfalt ihre herausragende Qualität.

Den Anfang machte die Jugendkapelle unter der Leitung von Andrea Haninger. Die jungen Musiker beeindruckten mit „Viva La Vida“ von Coldplay, einem Medley aus dem Disneyfilm Aladdin und „Highland Cathedral“, der Filmmusik von „Vier Hochzeiten und ein Todesfall“. Als Moderator brillierte der erst 15-jährige Julian Reichel und bewies auf charmante Art, dass er auf dem besten Weg ist, Stammmoderator Fredi Martin einmal das Wasser zu reichen. Am Ende des Auftritts überreichten die Musiker ihrer Dirigentin ein kleines Abschiedsgeschenk, da viele Mitglider nun in die Stammkapelle wechseln werden. Vorsitzender Andreas Stemmer attestierte Andrea Haninger, dass sie die richtige Frau am richtigen Ort sei und der Marktmusikkapelle gute, musikalisch ausgebildete Musiker zuführe. Altmoderator Fredi Martin brachte es letztlich auf den Punkt. „Dank deiner Arbeit wird die über 30-jährige Marktmusikkapelle nicht älter, sondern verjüngt und zwar mit Talenten, auf die jede Kapelle stolz wäre.“

In Traumwelten verschiedener Genres entführt

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Den weiteren Abend bestritt die Stammkapelle, die einen grandiosen Auftritt ablieferte. Die Musiker entführten ihre Gäste in Traumwelten verschiedenster Genres und alleine das Auftaktstück, der Triumphmarsch aus der Oper „Aida“ von Guiseppe Verdi, bewies die große Klasse der Kapelle. Dass sie derweil immer noch ihr Handwerk beherrschen, bewiesen die Musiker mit der bayrisch-böhmischen Polka „Prager Gassen“. Und schon im nächsten Stück wurde das Publikum mit dem „Astronauten-Marsch“ wieder in sphärische Weiten eingeladen. In der anschließenden Pause schwärmten die Besucher immer noch von der Darbietung des Triumphmarsches, der schlichtweg fesselte.

Danach ging es fulminant mit der sizilianischen Oper „Cavalleria Rusticana“ weiter, wobei es den Musikern gelang, die Stimmung von der heiteren Note des Verliebtseins über die dramatische Entwicklung bis hin zum Tod des Geliebten zu tragen. Dann hatte Andreas Stemmer am Xylophon seinen großen Auftritt. Bei „The Firecracker“ zeigte er virtuos, dass er ein Spezialist ist und das goldene Musikerabzeichen D3 bei Perkussionsinstrumenten zurecht innehat. Mit langanhaltendem Applaus quittierten die Zuhörer diese Darbietung. Der nächste Szenenwechsel entführte das Publikum ins Kino, ein Medley aus Hits der James Bond-Reihe ließ Filmszenen mit dem 007-Agenten hörbar werden. Gegen Ende ging es wieder in den 3/4-Takt über, mit Stücken von Johann Strauß’ Sohn „An der schönen blauen Donau“ und „Unter Donner und Blitz“, welche die Besucher von ihrer musikalischen Reise zu Melodien zurückbrachte, die mitten ins Herz gehen.

Am Ende des Konzerts stand der Dank des Vorsitzenden Andreas Stemmer, der den vielen Helfern und seinen Musikerkollegen für ihre Mühen und Ausdauer galt. Auch beiden Dirigentinnen dankte er noch einmal auf das Herzlichste und vor allem Silke von der Grün, die die Kapelle wieder ein halbes Jahr gefordert und alles aus den Musikern herausgeholt habe. Dass sie an ihre Grenzen gegangen seien, sei ihr Verdienst, lobte Stemmer, und das Publikum bestätigte die Arbeit mit einem langen Applaus. Zur Zugabe kam die Jugendkapelle mit auf die Bühne und sie spielten gemeinsam die Polka „Ein halbes Jahrhundert“, bei dem das Publikum rhythmisch mitklatschte. Letzter Akt war eine Huldigung an den anwesenden Ehrenvorsitzenden Willi Brendle, als die Kapellen seinen Lieblingsmarsch „Mars der Medici“ spielten. Brendle bedankte sich abschließend persönlich bei Silke von der Grün, was diesen besonderen Abend mit einer persönlichen Note abschloss.

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