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Karlshuld

24.04.2016

Altersgrenze für Aktive wird angehoben

Kreisbrandrat Stefan Kreitmeier und Kreisbrandinspektor Peter Mayer ehrten Josef Dietenhauser und Matthias Hentschel (von links).
Bild: Foto: Xaver Habermeier

Bei der Frühjahrsdienstversammlung der Feuerwehr-Kommandanten wird die beschränkte Einsatzstärke thematisiert. Bald ist Schrobenhausen Schauplatz einer Großveranstaltung.

Der neue Kreisbrandrat Stefan Kreitmeier zog bei der Frühjahrsdienstversammlung der Kommandanten und ihrer Stellvertreter im Karlshulder Gasthaus „Zum Scharfen Eck“ seine erste Bilanz. Die Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis leisteten seit Jahresbeginn 260 Einsätze. Bis zum 22. April waren die Kräfte bei 64 Bränden, 150 technischen Hilfeleistungen, 37 Sicherheitswachen und neun sonstigen Tätigkeiten im Einsatz. Das bedeute für die Ehrenamtlichen, rund um die Uhr in Bereitschaft zu sein, wenn Sirene oder Funkgerät weg von der Arbeit oder aus dem Privatleben hin zu oft schrecklichen Einsätzen rufen.

Seit drei Monaten ist Stefan Kreitmeier im Dienst und verantwortlich für die 3519 aktiven Frauen und Männer. „Der Anteil der Frauen beträgt derzeit 9,2 Prozent, das sind stolze 327 Feuerwehrfrauen“, betonte er. Was ihn weiter freut, sind die 46 Jugendgruppen mit insgesamt 483 Jugendlichen. Dazu lobte er Kreisjugendwart Jürgen Schreier und verwies auf die nächste Großveranstaltung, der CTIF-Landesentscheid der Jugendfeuerwehren mit der Jugendfeuerwehr Bayern als Veranstalter und dem Kreisfeuerwehrverband als Ausrichter vom 26. bis 29. Mai in Schrobenhausen. Dabei werden rund 700 Jugendliche im Alter von zwölf bis 16 Jahren erwartet und 250 Betreuer und Schiedsrichter tätig sein, so Kreitmeier. Für diese Meisterschaften üben die sieben beteiligten Jugendfeuerwehren aus dem Landkreis bereits seit Wochen.

Geprobt wird auch bei allen 84 Feuerwehren im Landkreis, um für das vielfältige Einsatzspektrum gerüstet zu sein. Schlimm seien für die Rettungskräfte Unfallszenarien mit Schwerverletzten oder gar Toten. Trotz der vielen ehrenamtlichen Aktiven gibt es laut Kreitmeier zum täglichen Schichtwechsel werktags in manchen Feuerwehren einen Engpass an Wehrleuten. „Das ist in der Mittagszeit und bis hinein in den frühen Nachmittag der Fall.“

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Die beschränkte Einsatzstärke war auch Thema für Rainer Kimmel von der Integrierten Leitstelle (ILS) in der Region 10. Lösungen sieht er in ausrückender Gemeinschaft und Partnerfeuerwehren mit Gespannbildung. Weiter erklärte er die Handhabung des Digitalfunks und wie die Funkgeräte aufbewahrt werde sollen. Weiter definierte Stefan Kreitmeier den Begriff Kinderfeuerwehr, wobei die Altersgrenze zum Beitritt auf sechs Jahre angehoben wurde. „Die Betreuung der Kindergruppen ist nicht Aufgabe der Jugendwarte, die dafür vorgesehenen Betreuer sollten eine pädagogische Ausbildung haben“, erläuterte der Kreisbrandrat. Zudem stellte er das Feuerwehr-Erholungsheim St. Florian in Bayerisch Gmain bei Bad Reichenhall vor. Für großes Interesse unter den Kommandanten sorgte die geplante Novellierung des Feuerwehrgesetzes, die eine Anhebung der Altersgrenze für Aktive auf 65 vorsieht. Die Umsetzung soll nicht vor Ende 2017 erfolgen.

Die weiteren Berichte zielten auf die Beschaffung der Hardware für den Digitalfunk seitens der Gemeinden, was aber noch nicht abschließend geklärt sei. Dann stellte Stefan Kreitmeier noch das Motto der Feuerwehraktionswoche 2016 „Feuerwehren im Katastrophenschutz“ vor und präsentierte nach Verabschiedungen die neuen Inspektionsmitglieder. Das sind die Kreisbrandmeister Tobias Gebauer, Georg Bair und Andreas Stark.

Abgerundet wurde der Abend mit Ehrungen. Josef Dietenhauser ist stellvertretender Bezirksjugendwart, Matthias Hentschel wurde zum Ehrenkreisbrandmeister ernannt und Erwin Pfleger zum Ehrenkreisbrandrat.

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