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Verkehrsausschuss

06.02.2015

Altstadt sucht nach Parkplätzen

Für die Anwohner wie hier in der Josefstraße ist die Parksituation vor allem bei Veranstaltungen in der Neuburger Altstadt ein Ärgernis. Die Stadt will deshalb in einer Bürgerversammlung Verbesserungsvorschläge sammeln.
Bild: Bastian Sünkel

Es herrscht weiter Stellplatznot im historischen Zentrum. Jetzt will die Stadt eine Bürgerversammlung abhalten. Doch mit Lösungen rechnet OB Gmehling nicht

Viel Hoffnung macht Oberbürgermeister Bernhard Gmehling den Altstadtbewohnern nicht, dass sich an der Parksituation etwas verbessern könnte. Doch zumindest sollen die Bürger zu Wort kommen. Das geht aus der breit geführten Diskussion im Verkehrsausschuss am Donnerstag hervor.

Geht es um Parkplätze, ist die Neuburger Altstadt ein Problemviertel. Verkehrsreferent Bernhard Pfahler ( Freie Wähler) startet mit seinem Antrag auf eine Podiumsdiskussion einen neuen Anlauf, um die Probleme aller Autofahrer in der Altstadt, aber vor allem der Anwohner offen zu legen und wenn möglich Lösungen zu finden. Seit geraumer Zeit sprechen Pfahler die Bürger an. Sie beklagen, dass vor allem bei den zahlreichen Veranstaltungen in der Altstadt keine Parkplätze mehr für sie frei wären, wenn sie nach Hause kommen. Es gebe dort weder Zeitparkplätze noch Ausweise. Auch Dauerparker blockieren häufig die raren Stellplätze, zitiert Pfahler die Bürger.

Peter Segeth aus der CSU-Fraktion schildert das Platzproblem in Zahlen: „In der Altstadt gibt es 384 zugelassene Fahrzeuge, aber nur 293 Stellplätze.“ Auch die Veranstaltungen seien in den vergangenen Jahr deutlich gestiegen, sagt der Oberbürgermeister. Das müsse nicht einmal eine Großveranstaltung sein. Es reicht bereits, wenn im Marstall, im Kongregationssaal, im Jazzclub und Museum zeitgleich Angebote stattfänden.

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Schnell kam das Gremium davon ab, eine reine Podiumsdiskussion zu veranstalten. Klaus Brems (Freie Wähler) schlägt vor, alle Meinungen und Vorschläge, die die Situation verbessern könnten, bei einer Bürgerversammlung einzuholen. Er stößt damit auf breite Zustimmung im Gremium. OB Gmehling hat dafür einen Termin in Aussicht: Für den 4. März will die Stadt voraussichtlich Anwohner und Gastronomen anhören.

Doch großartige Erfolgsaussichten auf Besserung hat der Oberbürgermeister nicht: „Wir wollen keine Wolkenkuckucksheime bauen.“ Die Altstadt sei historisch so gewachsen, wie sie jetzt ist. „Auch wenn alle eingeladen sind, werden wir keine Lösung finden, mit der alle zufrieden sein werden“, sagt der OB. Pfahlers Optimismus teile er nicht.

Nichtsdestotrotz bringen die Ausschussmitglieder schon jetzt Vorschläge zur Debatte, die der momentanen Situation beikommen sollen.

( CSU): „Neuburg ist eine Kulturstadt. Wir können allein schon den Damen mit ihren hohen Schuhen nicht zumuten, von der Schlösslwiese hochzulaufen.“ Sie schlägt vor, in einem Altstadt-Gebäude, das sie nicht näher benennt, ein Parkhaus einzurichten.

(Freie Wähler): „Den Stein der Weisen werden wir nicht finden.“ Doch man müsse den Verdrängungswettbewerb entgegen steuern und den Altstadtbewohnern Rechnung tragen.

(CSU): „Man kann den Leuten bei größeren Veranstaltungen zumuten, etwas weiter zu laufen.“Er verstehe den Frust der Anwohner, wenn sie weit weg von ihrem Zuhause parken müssen. Zur Bürgerversammlung solle man vorher in Erfahrung bringen, wie andere Städte mit historischen Kern das Problem lösen.

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