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26.06.2009

Am Ende hat sich die Mühe ausgezahlt

Neuburg lnicb l Sichtlich gelöst nach der Anspannung der letzten Wochen zeigten sich gestern Nachmittag die diesjährigen Abiturienten des Neuburger Descartes-Gymnasiums. 68 Damen und 47 Herren konnten auf der Bühne der Aula ihre Zeugnisse von Schuldirektor Franz Hofmeier entgegennehmen.

Erst mit der Begrüßungsrede des Studienrates Martin Winter, kehrte langsam Ruhe in der Aula ein, zu aufgekratzt waren Schüler und Eltern. Letztere wurden für ihre kräftige Unterstützung ihrer Zöglinge in der anstrengenden Abiturzeit vom Stellvertreter des Schulleiters besonders gelobt. Angelika Habelt, Vorsitzende des Elternbeirates, beglückwünschte die 115 Absolventen zu ihren guten Leistungen. Besonders gerührt sei sie, da sie viele der Abiturienten schon seit ihrer Kindheit kenne. Für ihre "Expedition ins Leben" wünschte sie den jungen Menschen alles Gute und forderte sie auf, nicht immer den bequemsten Weg zu wählen: "Haben Sie auch den Mut, unter Umständen einen Umweg in Kauf zu nehmen, zu verweilen, den Überblick zu bewahren, um an das für Sie persönlich richtige Ziel zu kommen." Jeder habe es nun selber in der Hand, seinen Weg abseits von "Alltagsroutine und Gleichförmigkeit" zu gestalten.

Nach einem Saxophon-Duett der Schülerinnen Lina Stolz und Julia Wiedemann kamen die Abiturienten endlich selber zu Wort. Mit seiner Schlussfolgerung, dass die Reifeprüfung im Autorennsport gerade einmal dem "Qualifying" entspräche, brachte Tobias Knodel die Aula zum Lachen. Bei aller Freude über das bestandene Abitur sei man sich jedoch auch der momentanen Situation bewusst. "Bisher ist uns noch fast alles nachgesehen worden, aber jetzt stehen wir vor einer ungewissen Zukunft." Trotz allem waren sich die beiden Redner sicher, dass alle ihre Mitschüler den richtigen Weg finden werden. Auch Schuldirektor Franz Hofmeier thematisierte in seiner Abiturrede die momentane Krisenstimmung. "Unbestritten ist, dass ihre Generation vor Herausforderungen steht, die man nicht als gering einschätzen darf." Er warnte jedoch zugleich davor, sich ein "Angsthasen-Etikett" aufdrücken zu lassen - wozu ungebremste Risikobereitschaft führe, könne man zur Zeit in der Wirtschaft deutlich sehen. Vielmehr wünsche er allen Absolventen, Mut, Beherztheit und vor allem Vertrauen auf die erworbene Bildung. "Sie haben viel gelernt und manches verstanden", lobte der Oberstudiendirektor die diesjährigen Absolventen mit einem Augenzwinkern.

Als Ehrengast der Veranstaltung begrüßte er den Kulturwissenschaftler Professor Werner Kalten-stadler. Der renommierte Wissenschaftler hatte vor 51 Jahren am Descartes-Gymnasium "maturiert" und bekannte sich in seiner Rede zu Neuburg und seiner ehemaligen Schule.

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Auch Oberbürgermeister Dr. Bernhard Gmehling richtete sein Wort an die Absolventen - diesmal nicht nur als offizieller Repräsentant der Stadt Neuburg, sondern auch als stolzer Vater einer Abiturientin.

Während unten im Foyer bereits die Vorbereitungen für den nachfolgenden Sektempfang anliefen, kam für die Schüler nun endlich der Moment, auf den sie so lange hingearbeitet hatten - Schuldirektor Franz Hofmeier übergab in alphabetischer Reihenfolge die Abiturzeugnisse.

Die besten Abiturienten waren in diesem Jahr: Christina Klasa (1,1), Anna Leinfelder (1,2), Ramona Mages (1,3), Andreas Karminski (1,4), Manuel Hermann (1,4), Johannes Brunner und Susanne Stöckl (1,5).

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