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Neuburg/Donau

10.09.2019

Am Freitag wird Neuburg wieder bunt

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Im vergangenen Jahr war das Bunt-ist-besser-Festival ein Erfolg. Auch kommenden Freitag treten einige Bands aus der Region auf und bieten einen Mix aus verschiedensten Musikrichtungen. Neben Poetry-Slam und Feuershow wird ein Skaterwettbewerb veranstaltet. Alle Einnahmen des Abends gehen an die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“. 
Bild: Jugendzentrum Neuburg

Am Wochenende findet zum zweiten Mal das Bunt-ist-besser-Festival in Neuburg statt. Was sich zum Vorjahr geändert hat und warum sich ein Besuch lohnt.

Sie wollen wieder für Toleranz, Vielfalt und gute Stimmung sorgen: Zum zweiten Mal veranstaltet das Jugendzentrum zusammen mit dem Traumtheater am Freitag, 13. September, ab 16 Uhr das Bunt-ist besser-Festival hinter dem Landratsamt Neuburg in den Räumen des Traumtheaters.

Die Idee dahinter ist den Veranstaltern im Sommer 2018 gekommen: Nach den rechtsradikalen Ausschreitungen in Chemnitz wurde ein kostenloses Konzert veranstaltet, das ein Zeichen gegen Rassismus und Ausgrenzung setzen sollte. „Als wir uns dann im Büro zusammengesetzt haben, waren wir uns alle einig, dass wir hier die gleichen Werte vertreten wollen. Warum also nicht in Neuburg ein kleineres Festival veranstalten, dass die gleiche Message vermittelt? Daraus ist dann Bunt-ist-besser entstanden“, erzählt Magdalena Schmid. Sie organisiert das Festival zusammen mit Tommy Jacobsen und Lisa Hagn vom JuZe sowie Tanja Kolb vom Neuburger Traumtheater. „Da das erste Festival so gut angekommen ist, war für uns klar, dass wir es wiederholen werden“, sagt Schmid. Waren es 2018 circa 120 Besucher, hofft Jacobsen auf noch mehr Begeisterte: „Wir haben die Kapazität für 150 bis 300 Personen.“

Eine Neuheit beim Neuburg-ist-besser-Festival: Es beginnt mit einem Skate Contest

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Das Programm beginnt um 16 Uhr mit einer Neuheit: Vor dem Jugendzentrum findet ein Skate Contest statt. Neben einer eigenen Jury wurde dafür sogar ein Monster-Truck organisiert. Wie es dazu gekommen ist, erklärt Schmid: „Ein Skateboardfestival wollten wir sowieso schon mal veranstalten. Da hat es sich gut angeboten, es mit Bunt-ist-besser zu verbinden.“ Für die jüngeren Gäste findet währenddessen ein Konzert der Band Kizz Rock statt. Als Premiere wird dabei das Musikvideo ihres umgeschriebenen Songs „König von Deutschland“ gezeigt. Das Lied soll ein Zeichen gegen den Klimawandel setzen. Für weitere musikalische Unterhaltung sorgen Reynard and the Raven, Ras Dashan, Panzertape und Tir Nan Og. Um 18 Uhr findet ein Poetry-Slam statt, in dem wieder zwei Slam-Poeten mit selbst geschriebenen Texten auftreten. Diese orientieren sich am Motto des Abends. Das Neuburger Traumtheater tritt um 21.50 Uhr mit einer Feuershow auf.

Weil es beim ersten Festival im November kalt gewesen ist, hat man dieses Mal versucht, noch etwas sommerliche Wärme mitzunehmen. Die Planung des Events ist daher deutlich früher gestartet, wie Schmid anmerkt: „Beim ersten Mal haben wir im August angefangen und danach praktisch für 2019 weitergeplant.“ Um zu wenig Hilfe müssen sie sich nicht sorgen. „Wir erhalten von überall Unterstützung, sei es von den Jugendlichen vom JuZe oder auch von außerhalb“, sagt Schmid und betont: „An der Popcornmaschine oder am Einlass, die Freiwilligen waren wirklich Feuer und Flamme.“ Jeder ist am Freitag willkommen, egal, ob jung oder alt, oder woher man kommt. „Bunt-ist-besser steht für Toleranz und Miteinander“, ist für die Verantwortlichen klar. „Es geht darum, neues kennenzulernen und Spaß zu haben. Nichts ist schöner, als wenn man nach den stressigen ersten Stunden in der Menge steht und merkt, dass alles gut ankommt“, ergänzt Jacobsen.

Das Eintrittsgeld beim Neuburg-ist-besser-Festival fließt wieder an eine gemeinnützige Organisation

Der Eintritt kostet drei Euro und soll wieder an eine gemeinnützige Organisation gehen. Im vergangenen Jahr wurde an „Exit Deutschland“ gespendet, eine Initiative, die beim Ausstieg aus dem Rechtsextremismus unterstützen will. „Im Hinblick auf Chemnitz fanden wir das passend“, sagt Schmid. Diesmal sollen die Spenden an „Ärzte ohne Grenzen“ gehen. Für ein weiteres Festival habe man auch schon eine Organisation im Kopf. „Wichtig ist uns vor allem, dass das Geld sicher ankommt und direkt helfen kann“, meint Jacobsen.

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