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Rohrenfels-Wagenhofen

12.12.2020

Am Martinsheim in Wagenhofen flimmern Adventsvideos

Auf einer Leinwand aus Straßenbauvlies projiziert Familie Felbermeir-Vollnhals jeden Abend eine neue Präsentation ihres digitalen Adventskalenders an die Stirnseite des Martinsheims in Wagenhofen. 
Bild: Andrea Hammerl

Plus In Wagenhofen wird jeden Abend ein ganz besonderer Adventskalender gezeigt.

Jeden Abend gibt es eine neue Überraschung auf der großen Leinwand an der Stirnseite des Martinsheims in Wagenhofen. Etwa zwei bis drei Minuten dauert das Video, das aus einem Kalenderblatt mit Datum, nostalgischen Bildern aus alten Weihnachtsbüchern, witzigen Animationen und guten Wünschen besteht. Und jeden Abend lockt es Zuschauer an. Die einen machen einen nächtlichen Spaziergang, andere halten an, wenn sie daran vorbeifahren und sogar die Bauarbeiter warfen schon mal gern einen Blick darauf, wenn Alfons Felbermeir jun. abends gegen 17 Uhr den Beamer einschaltet.

Die Idee zu den Adventsvideos hatte Alfons Felbermeir jun.

Weil es in diesem Jahr gar so einsam in der Adventszeit ist, nachdem auch in Wagenhofen der Christkindlmarkt und damit der gesellige Treffpunkt für die Dorfbewohner, ausfallen musste, hatte sich Felbermeir eine Alternative überlegt. „Ich wollte etwas Adventsstimmung verbreiten, nachdem wir nicht mehr zusammenkommen dürfen“, erzählt der Wagenhofener, der direkt neben der Kirche und dem Martinsheim wohnt. Zunächst hatte er an eine Adventsfensteraktion gedacht. „Aber da gehen die Leute sehr schnell dran vorbei“, weiß er aus anderen Orten. So reifte die Idee zu einer etwas längeren Projektion, die zum kurzen Verweilen einlädt. Felbermeirs Schwester Emilie Vollnhals hat dann die Aufgabe übernommen, alte Bilder und eigene Kreationen zu einer ansprechenden Kurzpräsentation zusammenzustellen.

Familie Vollnhals und Alfons Felbermeir organisieren den Adventskalender.
Bild: Andrea Hammerl

Begonnen hat sie am 1. Dezember mit Schneemotiven passend zum Lied „Schneeflöckchen, Weißröckchen“, dann folgte Mariä Empfängnis, und am vergangenen Donnerstag wählte sie Motive eines Weihnachtsmarktes – sozusagen als Ersatz für den ausgefallenen Christkindlmarkt in Wagenhofen. Ihr Mann Thomas unterstützt sie bei der aufwendigen Computerarbeit, die schon etliche Stunden kostet. Für die augenzwinkernden Animationen ist er verantwortlich. „Ich wollte etwas Lustiges für die Kinder machen“, verrät Thomas Vollnhals seine Motivation. Während seine Frau die Bilder täglich wechselt, erstellt er etwa alle drei bis vier Tage eine neue Animation oder modifiziert eine vorhandene.

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