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Neuburg/Norwegen

29.05.2015

Am Polarkreis in die Luft

An einem Fjord wird ein Eurofighter auf seinen Start vorbereitet.
Bild: Luftwaffe, Toni Dahmen

Das Taktische Luftwaffengeschwader 74 fliegt derzeit im hohen Norden. Die Soldaten nehmen an der multinationalen Übung „Arctic Challenge Exercise“ teil

Zwölf Eurofighter und 270 Soldaten vom Taktischen Luftwaffengeschwader 74 nehmen derzeit an der multinationalen Großübung „Arctic Challenge Exercise“ (ACE) nahe vom Polarkreis teil. Gestartet sind die Neuburger vergangene Woche vom schwäbischen Flugplatz Lechfeld als sogenannte „Verlegung aus der Verlegung“ heraus. Denn der oberbayerische Verband absolviert wegen der Generalsanierung der Start- und Landebahn auf der Heimatbasis seinen Flugbetrieb seit März 2014 vor den südlichen Toren von Augsburg.

Für den Neuburger Verband ist ACE die Schwerpunktübung dieses Jahres. Im Sommer soll die Rückverlegung von Lechfeld auf die Basis Zell erfolgen. Darüberhinaus stehen Umrüstungen mit dem fliegenden Waffensystem an. In Skandinavien mit dabei sind alle für die Fliegerei wichtigen Komponenten aus verschiedenen Fachbereichen, ein Großteil der Jetpiloten und allen voran der neue Neuburger Kommodore, Oberstleutnant Holger Neumann. Er wird mit seinen Fachleuten bis zum 5. Juni in Skandinavien bleiben. Unterstützt werden die Neuburger von weiteren Verbänden und Dienststellen der Bundeswehr.

ACE entwickelte sich aus der schwedischen Übung „Nordic Air Meet“ und gemeinsamen, grenzübergreifenden Übungen. Die erste multinationale ACE fand im Jahr 2013 statt und soll künftig alle zwei Jahre fortgeführt werden.

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Die über 4000 Teilnehmer der diesjährigen Übung sind auf verschiedene Standorte der drei skandinavischen Gastgeberländer verteilt. Das deutsche Kontingent fliegt von der am Polarkreis gelegenen norwegischen Basis Bodø aus. Hier sind zwölf Eurofighter, ein Airbus A310 und zwei Learjet der Firma GFD stationiert. Weitere deutsche Teilnehmer befinden sich in Reitan (Norwegen), Jokkmokk (Schweden) sowie Rovaniemi und Kallax (Finnland). Die skandinavischen Länder sind für die Planung und Durchführung einer gemeinsam geführten Luftoperation unter einem UN-Mandat verantwortlich. Deutschland, weitere Nato-Länder und die Schweiz nehmen als Gäste teil.

Brigadegenreal Jan Ove Rygg, Leiter des Nationalen Luftoperationszentrum der norwegischen Luftwaffe (NAOC) und zugleich Übungsdirektor für Arctic Challenge 2015 erklärt: „Das Trainieren komplexer Luftoperationen, an Verfahrensweisen der Nato-Partner angelehnt, ein zentrales Übungsziel, macht ACE 2015 aufgrund des grenzübergreifenden Luftraums zu einem unvergleichlichen Manöver.“ Die Übung besteht aus einer Vielzahl durchzuführender Szenarien im Luftraum der drei gastgebenden Luftwaffenstützpunkte. „Es wird zwei Flugphasen pro Tag geben. In der ersten wird der Fokus auf das Training mit den Einheiten am Boden und im Luftraum über den jeweiligen Basen gerichtet“, erläutert Major Trond Ertsgaard von der Luftwaffenbasis in Bodø. In dieser Phase stehen unter anderem Waffeneinsätze gegen stationäre und luftbewegliche Ziele, Tiefflug sowie die Luftbetankung, das sogenannte Air-to-Air Refueling der Jets, im Mittelpunkt.

„Die zweite Phase umfasst verbundene Luftkriegsoperationen aller teilnehmenden Verbände und Flugzeugmuster im Primärluftraum über Schweden“, erklärt der Major weiter.

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