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Oberhausen

28.10.2020

Ampel regelt Verkehr auf B16 bei Unterhausen - droht Stau?

Auf Höhe der Ausfahrt Sinning wird ab Dezember die Fahrspur der B16 verengt.
Bild: Staatliches Bauamt Ingolstadt

Die Lärmschutzwand an der B16 bei Unterhausen muss ersetzt werden. Eine Vollsperrung ist nicht geplant, aber eine Ampel wird den Verkehrsfluss beeinträchtigen

Das Staatliche Bauamt Ingolstadt wird ab Dezember die Gabionenwand entlang der B16 südlich des Oberhausener Ortsteils Unterhausen abtragen und durch eine neue Konstruktion ersetzen. Der Verkehr wird während der Arbeiten auf einer Fahrbahnspur an der Baustelle vorbeigeleitet. Dafür muss eine Ampel aufgestellt werden. Es muss deshalb mit Behinderungen insbesondere während der Stoßzeiten gerechnet werden.

Als Gabionenwand werden Lärmschutzwände bezeichnet, die aus Draht-Steinkörben bestehen. Diese haben sich nach Informationen des Staatlichen Bauamts mittlerweile so stark verschoben, dass ihre Standsicherheit nicht mehr gewährleistet werden könne. In den Jahren 2003/04 wurde die rund 400 Meter lange Gabionenwand im Zuge des Baus der Ortsumfahrung errichtet. Die Schüttung im Erdkörper setzt sich kontinuierlich und unstetig, sodass es zu unterschiedlichen Setzungen und Verformungen im Gründungsbereich der Gabionenwand kommt. Zusätzlich wurden weitere Schäden durch Wurzeln und Mausverbiss in den Schutzmatten festgestellt.

B16: Gabionenwand auf Höhe Unterstall wird erneuert

Das Staatliche Bauamt führt bereits seit längerer Zeit Deformationsvermessungen durch, um die Setzungen zu beobachten. Die Bewegungen der Gabionenwand befinden sich mittlerweile im zweistelligen Zentimeterbereich, sodass zwingend gehandelt werden muss. Die Standsicherheit und Gebrauchstauglichkeit des Bauwerks wäre langfristig nicht zu sichern, heißt es in einer Mitteilung. Die Bauarbeiten für die neue Lärmschutzwand können in kurzen Abschnitte ausgeführt werden. Somit ist keine Vollsperrung der Bundesstraße notwendig, sondern der Verkehr kann in den kommenden Monaten mit einer Ampelanlage an der Baustelle vorbeigeführt werden.

Das Konzept sieht vor, die bestehende Gabionenwand rückzubauen und einen Teil der Erde bis zum Straßenniveau abzutragen. Eine Rückverankerung sichert dann den verbleibenden Erdwall. Die neue Lärmschutzwand besteht aus Aluminiumelementen, die deutlich leichter sind als die bisherigen Steinkörbe.

Zauneidechsen aus der Lärmschutzwand vergrämt

In einem Teilbereich von rund 50 Metern der vorhandenen Wallkonstruktion leben Zauneidechsen. Um diese zu schützen, wurden bereits vor Beginn des Sommers in Abstimmung mit der Naturschutzbehörde Maßnahmen ergriffen, um die Tiere aus dem Bauwerksbereich zu vergrämen. Der Rückbau der Gabionen wird naturschutzfachlich begleitet.

Die Lärmschutzwand wurde 2003/04 beim Neubau der Ortsumfahrung Oberhausen errichtet. Jetzt muss sie für über zwei Millionen Euro erneuert werden.
Bild: Winfried Rein (Archiv)

Der Baubeginn soll im Dezember erfolgen. Die Gesamtmaßnahme soll bis Sommer 2021 abgeschlossen werden. Die Kosten belaufen sich auf rund 2,3 Millionen Euro und werden von der Bundesrepublik Deutschland als zuständiger Baulastträger übernommen. (nr)

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