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Länder wollen an Weihnachten und Silvester Treffen von bis zu zehn Personen erlauben

Auszeichnung

10.08.2017

Anker des Ehrenamtes

Flankiert links von (v.li.) Schrobenhausens Bürgermeister Dr. Karlheinz Stephan, Landrat Alois Rauscher und Karlshulds Bürgermeister Michael Lederer sowie rechts vom (v. re.) Rohrenfelser Bürgermeister Wigbert Kramer und dem Chef des Vermessungsamtes Ingolstadt, Johann Freund, präsentieren sich (ab 4. v. li.) die geehrten Feldgeschworenen Johann Tyroller und Joseph Stöckl sowie die frisch dekorierten Träger der Bundesverdienstmedaille Manuela Hofbeck und Heinz Polifke.
Bild: Manfred Dittenhofer

In Neuburg werden Feldgeschworene geehrt und zwei Bundesverdienstmedaillen verliehen

Das Ehrenamt stand am Mittwochabend bei einer Veranstaltung des Landkreises im Arco-Schlösschen in Neuburg im Mittelpunkt. Genauer gesagt, wurden zwei ehrenamtlich tätige Menschen mit der Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Außerdem erhielten zwei Feldgeschworene Ehrenurkunden für ihre langjährige Tätigkeit.

Manuela Hofbeck aus Karlshuld, die ihre Mutter zwölf Jahre lang ohne fremde Hilfe aufopferungsvoll pflegte, und Heinz Polifke aus Neuburg, der seit Jahrzehnten im Umweltschutz viele Tierarten pflegt und hegt, erhielten für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement die Bundesverdienstmedaille. Johann Tyroller aus Schrobenhausen und Joseph Stöckl aus Rohrenfels wurden für ihre 25-jährige Tätigkeit als Feldgeschworene mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet. Michael Schiller, der bereits seit 50 Jahren als Feldgeschworener arbeitet, war aus gesundheitlichen Gründen an diesem Abend verhindert.

Landrat zollt höchste Anerkennung

Der stellvertretende Landrat Alois Rauscher nutzte die Feierstunde, um die Wichtigkeit der ehrenamtlichen Hilfe zu unterstreichen: „Ihre Leistungen gebührt unsere höchste Anerkennung.“ Zur Ehrung der Feldgeschworenen war der leitende Vermessungsdirektor des Amtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Ingolstadt, Johann Freund, aus Ingolstadt nach Neuburg gekommen: „24000 Feldgeschworene gibt es in Bayern und 230 im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen“, zählte er auf. „Und trotz aller digitalen Hilfen sind sie nach wie vor Garanten für die Sicherung des Eigentums von Grund und Boden.“ Freund machte einen Exkurs in die Geschichte des ältesten Ehrenamtes überhaupt, das zurückreicht bis ins 13. Jahrhundert. Und noch heute sind die Feldgeschworenen mit den Vermessungsingenieuren bei jedem Wetter in Wald und Flur unterwegs. Sie sichern Grenzsteine und setzen diese höher oder tiefer. „Sie haben einen Eid auf das Grundgesetz geschworen und sind Kenner der Flur und der Menschen vor Ort“, schloss Johann Freund.

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