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Neuburg

24.02.2015

Anrufer geben sich als Polizisten aus und fordern Geld

Immer wieder versuchen Betrüger per Telefon oder Internet, andere Menschen über den Tisch zu ziehen.
Bild: dpa (Symbolfoto)

Eine Neuburgerin wird Opfer einer Betrugsmasche und überweist Beträge in vierstelliger Höhe auf ein türkisches Konto. Unbekannte gaben sich am Telefon als Polizisten aus.

Erfundene Geschichten am Telefon, erlogene Identitäten und unwahre Behauptungen sind eine Betrugsmasche, mit der es Kriminellen immer wieder gelingt, hohe Geldbeträge zu ergaunern. Jetzt wurden mehrere Fälle in Neuburg bekannt, in denen Unbekannte mit dieser dreisten Masche vorgingen.

Opfer wurde eine Neuburgerin, bei der sich vor ein paar Wochen telefonisch ein vermeintlicher Gerichtsvollzieher und ein angeblicher Polizist meldeten. Man teilte ihr mit, sie müsse für ein Gewinnspiel in Österreich noch Steuern in Höhe von 5000 Euro bezahlen und leitete sie gleich an den „zuständigen Gerichtsvollzieher“ weiter. Dieser erklärte der Frau, dass sich der Betrag auf 1500 Euro verringere, wenn sie das Geld gleich mit Western Union bezahle. Die Frau leistete dieser Aufforderung Folge. Das Geld wurde in der Türkei abgehoben.

Neuburgerin überweist 1500 Euro auf türkisches Konto

Am 18. Februar kam dann erneut eine telefonische Zahlungsaufforderung. Und dann meldete sich ein angeblicher Polizist einer Münchner Sonderkommission, der behauptete, gegen internationale Betrüger zu ermitteln. Um diese bei der Geldabhebung festnehmen zu können, sollte die Frau eine größere Summe per Western Union in die Türkei überweisen. Die Neuburgerin tat, wie ihr geheißen, gab dem Anrufer auch ihre Transaktionsnummer durch und leistete darüber hinaus in den Folge-tagen zwei weitere Überweisungen. Als die gutgläubige Frau gestern nochmals Geld in die Türkei transferieren wollte, meldete die Bankangestellte Zweifel an und sorgte dafür, dass die Betrogene bei der Polizei Anzeige erstattete.

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Ähnliche Anrufe bekam eine weitere Neuburgerin. Ein Unbekannter versuchte vor einigen Tagen mehrfach, sie telefonisch dazu zu bewegen, ihm Geld zu überweisen. Er behauptete, Polizeibeamter zu sein und forderte sie auf, bei Ermittlungen gegen einen Betrüger behilflich zu sein. Die Frau solle den Lockvogel spielen und 2000 Euro auf ein Konto überweisen. Die Polizei würde dann den Betrüger bei der Abholung des Geldbetrags bei der Bank festnehmen.

Als sich die Frau darauf nicht einlassen wollte, drohte ihr der Mann, sie würde sich strafbar machen, wenn sie sich weigere, die Polizei zu unterstützen. Trotz dieser Einschüchterung überwies die Frau kein Geld. Das zweite Telefonat fand am gestrigen Montag statt. Erneut war derselbe Mann am Apparat und wollte erreichen, dass die Neuburgerin wenn nicht 2000 Euro, dann doch wenigstens 500 Euro auf ein Konto überweist. Die Frau verhielt sich auch diesmal richtig, blieb ablehnend und erstattete Anzeige bei der PI Neuburg.

Die PI Neuburg warnt vor derartigen Betrugsmaschen und bittet um Hinweise unter 08431/67110.

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