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Flüchtlinge

20.02.2015

Asylbewerber in die Patriot-Stellung

In der alten Kaserne in Oberstimm (Foto) und jetzt auch in der früheren Patriot-Raketenstellung in Feilenmoos werden neue Plätze für Asylbewerber geschaffen. Aber das reicht noch nicht.
Bild: Harald Jung

In Feilenmoos sollen nächste Woche bereits etwa 150 Menschen einziehen. Aber der Landkreis Pfaffenhofen braucht noch weitere 400 Plätze. Vielleicht doch in Turnhallen?

Das Landratsamt Pfaffenhofen wird einen Teil der Gebäude der ehemaligen Patriot–Stellung der Bundeswehr im Feilenmoos ab nächster Woche (23. Februar 2015) als Wohnmöglichkeit für Asylbewerber und Flüchtlinge nutzen.

Wie Landrat Martin Wolf mitteilte, stellt das Landratsamt die von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) ohne Mietzinsberechnung überlassene Immobilie der Regierung von Oberbayern zunächst als sogenannte dezentrale Unterkunft für bis zu 150 Personen zur Verfügung. Damit könne eine Unterbringung in Schulturnhallen des Landkreises zunächst vermieden werden. Parallel dazu werde geprüft, ob und wie schnell die Regierung von Oberbayern die Liegenschaft als sogenannte Gemeinschaftsunterkunft übernehmen und federführend betreuen könne. Die Belegung solle „Zug um Zug“ erfolgen, sagte der Landrat.

Die Räumlichkeiten wurden in den vergangenen Wochen und Monaten vom Landratsamt so hergerichtet, dass die entsprechende Nutzung nunmehr möglich ist. Welche Nationalitäten dort untergebracht werden, ist noch nicht bekannt.

Landrat Martin Wolf: „Es besteht nach wie vor ein immenser Unterbringungsdruck vonseiten des Freistaats Bayern in Richtung Kommunen“. Daher stünden alle öffentlichen Liegenschaften – insbesondere auch frühere Kasernen- und Betriebsgebäude der Bundeswehr – ganz oben auf der Liste der Belegung, so Wolf. Neben der künftigen Verwendung der Gebäude der Patriot-Stellung sind bereits im Pfaffenhofener Teil der Max-Immelmann-Kaserne in Manching rund 100 Asylbewerber und Flüchtlinge untergebracht, die dem Aufnahmekontingent des Landkreises angerechnet werden. Unabhängig davon sucht das Landratsamt Pfaffenhofen nach wie vor weitere Unterbringungsmöglichkeiten.

Wenn man die von der Regierung von Oberbayern zugrunde gelegte Prognose heranziehe, müssten im Landkreis Pfaffenhofen bis Ende des Jahres 2015 noch über 400 Plätze bereitgestellt werden. „Das ist eine große Herausforderung, die nur bewältigt werden kann, wenn alle Verantwortlichen sie als gesamtgesellschaftliche Gemeinschaftsaufgabe betrachten“, so der Landrat.

Kirche gibt Überblick über die Asylsituation in Ingolstadt

Einen Überblick über die Situation der Asylbewerber in Ingolstadt gibt ein Informationsabend am kommenden Mittwoch, 25. Februar mit Bettina Nehir vom Ingolstädter Amt für Soziales. Beginn ist um 19.30 Uhr im Pfarrheim St. Konrad, Feldkirchener Str. 81. Der Eintritt ist frei. Veranstalter sind die Katholische Erwachsenenbildung und die Volkshochschule Ingolstadt.

Dabei geht es vor allem um die Unterbringung, die Leistungsansprüche sowie um Sprachförderung und soziale Betreuung der Flüchtlinge. Außerdem wird über Möglichkeiten ehrenamtlicher Mitarbeit informiert. (nr)

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