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Neuburg

11.04.2015

Audi: Es geht wieder um Lärm

Bei der Audi-Eröffnung in Neuburg konnte Technik-Vorstand Dr. Ulrich Hackenberg (links) Brucks Ortssprecher Günter Steinwand die lärmreduzierte Lösung für den R8 vorführen lassen. Jetzt braucht es eine Lösung für ein neues Problem.
Bild: Xaver Habermeier

Die R8 fahren auf dem Audi-Gelände längst lärmreduziert. Seit dem hat es auch mit der Nachbarschaft geklappt. Jetzt gibt’s ein neues Problem, über das sich die Anwohner heftig beschweren.

Christian Weck war in den vergangenen Tagen wieder einmal ein gefragter Mann. Der Ansprechpartner für den Audi-Standort in Neuburg erhielt Anrufe aus dem Golfclub sowie von Bürgern aus Heinrichsheim und Bruck. Brucks Ortssprecher Günter Steinwand schickte ihm auch noch eine E-Mail. „Sie haben bestimmt schon damit gerechnet...“ begann er sein Schreiben. Es ging wieder einmal um den Lärm.

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Während „Niklas“ in der ersten Osterferienwoche kräftig blies, fand auf dem Audi-Gelände eine Veranstaltung mit Audi-Händlern statt. Die durften auch auf dem Kurs Runden drehen. Aber nicht in den bereits lärmgedämpften R8, sondern in kraftstrotzend röhrenden RS3-Modellen. „Ich hab’ sofort gehört, dass da kein lärmreduziertes Auto fährt“, sagt Steinwand. Sicherlich auch aufgrund der extremen Windverhältnisse wurden in diesen Tagen selbst noch die Bewohner von Maxweiler beschallt. „Da war man dieses mal nicht einmal mehr im Haus vor dem Lärm geschützt“, verdeutlicht Steinwand die Situation in Bruck. „Auch wenn die vergebenen Lärmkontingente eingehalten werden, darf man nicht vergessen, dass die Brucker Bürger in Ruhe und Frieden leben wollen. Das ist leider bei dieser Lärmbelästigung nicht möglich. Lärm macht krank“, schrieb er in seiner E-Mail. Weil das Problem der Händlerevents kurzfristig nicht zu lösen sein werde, bat er noch darum, zumindest darüber informiert zu werden, wie oft und wann diese Veranstaltungen mit nicht lärmreduzierten Fahrzeugen stattfinden.

Christian Weck weiß um was es geht. Schon als es um den Ärger mit den lauten V8-Motoren ging, war er derjenige, der sich um die Beschwerden kümmerte. Das Problem wurde dann von höchster Stelle aus angepackt. Technik-Vorstand Dr. Ulrich Hackenberg versprach eine Lösung dafür und hielt Wort. Seit der offiziellen Eröffnung des Audi-Standortes in Neuburg Ende August vergangenen Jahres wurden die Auspuffanlagen der R8 umgerüstet. Es war ein wichtiger Schritt hin zum gewünschten, guten Auskommen mit den Nachbarn.

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Nun braucht ein neues Problem eine Lösung. Zwar könnte Audi niemand verbieten, derartige Veranstaltungen wie in der ersten Osterferienwoche mit zugelassenen Autos durchzuziehen. „Doch wenn wir einen lärmreduzierten Ansatz haben, dann soll der auch durchgängig sein“, sagt Christian Weck. Jedenfalls sei es zugegeben nicht sehr geschickt, die R8 leiser zu machen und dann andere Autos herzuschicken, die wieder viel lauter sind.

Die Beschwerden, die an ihn herangetragen wurden, seien an den Vorstand weitergegeben worden. Mit den zuständigen Abteilungen werde nun an einer Lösung des Problems gearbeitet. „Aber Audi ist ein großes Unternehmen. Bis sich alle Fachleute abgesprochen haben, um den besten Ansatz zu finden, wird es einige Zeit dauern“, bittet Weck um etwas Geduld.

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