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Audi

12.12.2018

Audi ernennt Bram Schot zum regulären Chef

Der bisherige Interimschef wird zum 1. Januar zum ordentlichen Vorstandsvorsitzenden bestellt: Bram Schot.
Bild: Weigel, dpa (Archiv)

Bram Schot stand seit der Verhaftung von Rupert Stadler im Juni kommissarisch an der Spitze von Audi. Jetzt wurde er zum regulären Chef ernannt.

Der Audi-Aufsichtsrat hat Bram Schot zum 1. Januar 2019 zum Vorstandsvorsitzenden berufen. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Schot steht seit Juni 2018 als kommissarischer Vorstandschef an der Spitze des Unternehmens. Sein bisheriges Vorstandsressort für Vertrieb und Marketing wird Schot ab 1. Januar kommissarisch führen.

Audi-Betriebsratsvorsitzender Mosch: "Audi zurück an die Spitze führen"

Der Audi-Aufsichtsratsvorsitzende und VW-Konzernchef, Herbert Diess, sagte: „Mit der Neubesetzung der Vorstandsspitze haben wir wichtige Weichen für die zukunftsfähige Ausrichtung von Audi gestellt. Als kommissarischer Vorstandschef hat Bram Schot in den vergangenen Monaten bereits überzeugende Arbeit geleistet. Er treibt den Kulturwandel in seiner Mannschaft voran und stellt sich den aktuellen Herausforderungen mit Bravour. Ausgestattet mit einem starken Mandat wird er die Transformation des Unternehmens weiter beschleunigen und die Vier Ringe zu neuen Erfolgen führen.“

Der stellvertretende Audi-Aufsichtsratsvorsitzende und Gesamtbetriebsratsvorsitzende, Peter Mosch, führte aus: „Die Audi-Belegschaft will klare Verhältnisse an der Unternehmensspitze. Deshalb setzten wir Arbeitnehmervertreter uns dafür ein, jetzt Nägel mit Köpfen zu machen und Bram Schot zum Vorstandsvorsitzenden zu berufen. In seiner Interimszeit hat er bereits gezeigt, dass er unserem geforderten und eingeleiteten Neustart viel Schwung verleihen kann. Diesen Weg muss er nun weiter verfolgen und Audi zurück an die Spitze führen. Das erwartet die Belegschaft.“

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Eigentlich hätte Schot bereits Ende November vom Aufsichtsrat zum ordentlichen Vorstandsvorsitzenden bestellt werden sollen. Die Entscheidung darüber war allerdings vertagt worden. Wie nach der damaligen Aufsichtsratssitzung aus Konzernkreisen zu vernehmen gewesen war, seien noch ein paar Formalien zu klären gewesen.

Niederländer Bram Schot ist seit 2017 bei Audi in Ingolstadt

Der 57-jährige Niederländer ist seit 2017 bei Audi und war dieses Jahr kurz nach der Verhaftung des langjährigen Audi-Chefs Rupert Stadler zum Interims-Chef der Volkswagen-Tochter ernannt worden. Stadler ist inzwischen zwar raus aus der U-Haft. Er bestreitet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe. Die Ermittlungen - unter anderem wegen des Verdachts auf Betrug - laufen indes aber weiter. Anfang Oktober hatte sich Audi von ihm getrennt.

Schot übernimmt den Vorstandsvorsitz der Audi AG, die neben der Marke Audi unter anderem Ducati, Lamborghini sowie Italdesign Giugiaro umfasst, ab dem 1. Januar 2019. Kommissarisch wird er zudem das Vorstandsressort Vertrieb und Marketing leiten.

Vor seinem Einstieg bei Audi war Schot seit 2012 im Vorstand von Volkswagen Nutzfahrzeuge für den Bereich Marketing und Vertrieb verantwortlich. 2011 wechselte der damalige Präsident und CEO von Mercedes-Benz Italia in den Volkswagen-Konzern. Dort betreute er strategische Projekte im Bereich Konzern-Vertrieb. (nr, kuepp)

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