Newsticker

Robert-Koch-Institut meldet erstmals mehr als 19.000 Neuinfektionen
  1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Auf Burgheim kommt heuer einiges zu

Finanzielle Herausforderung

20.05.2015

Auf Burgheim kommt heuer einiges zu

Die Ortskernverschönerung von Straß hat sich etwas verzögert, da die Ausschreibungen wiederholt werden müssen. Das Projekt gehört zu den größeren Ausgabeposten der Marktgemeinde in diesem Jahr. Eine Million Euro werden veranschlagt.
Bild: Foto: Barbara Würmseher

Im Etat ist eine Reihe von Investitionen vorgesehen, die Kredite über eine Million Euro erfordern. Worum es im Einzelnen geht

Die Bemühungen, sparsam zu haushalten, sind erkennbar: In seinem ersten Amtsjahr will Bürgermeister Michael Böhm – zusammen mit seiner Verwaltung und dem Gemeinderat – die kommunalen Kassen nicht strapazieren. Doch so ganz wird das 2015 wohl nicht gelingen, wenn sich sämtliche weitreichenden Investitionen wie geplant auch verwirklichen lassen. Insgesamt hat der Etat ein Volumen von knapp 9,98 Millionen Euro (6,1 Millionen im Verwaltungshaushalt und 3,6 Millionen im Vermögenshaushalt) und liegt damit um rund eine Million Euro über dem Haushalt 2014.

Mehrere Millionen Euro etwa müssen in den Anschluss der Ortsteil-Kläranlagen gesteckt werden. Der Breitbandausbau wird einiges verschlingen. Und die Städtebauförderung in Straß fordert ebenfalls ihren Tribut. Ganz zu schweigen von Straßenbau, der Erschließung von Bau- und Gewerbegebieten und dem Brandschutz. Alles in allem rechnet der Gemeinderat mit einer ganzen Reihe von Projekten, die heuer viel Geld kosten, aus denen aber wohl erst in den Folgejahren Einnahmen zurückfließen werden. Um flüssig zu sein, nimmt die Marktgemeinde deshalb ein Darlehen von einer Million Euro auf. Wenn es in vollem Umfang benötigt wird, steigt die Pro-Kopf-Verschuldung von 141,84 Euro auf 337,43 Euro – der Landesdurchschnitt liegt bei vergleichbar großen Gemeinden bei 680 Euro.

Bewegung statt Stillstand ist aus dem Haushaltsplan 2015 herauszulesen. Bauprojekte, die noch unter der Ära Albin Kaufmann begonnen wurden, sind zu einem Großteil abgeschlossen (etwa der Aus- und Neubau Feuerwehrhaus). Jetzt geht es weiter mit dem Breitbandausbau, den sich die Gemeinde heuer 500000 Euro kosten lässt. Bis 2016/17 sollen dann alle Ortsteile Burgheims über schnelles Internet verfügen.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

In Straß ist die Ortskernverschönerung ein klein wenig ins Stocken geraten, da die Ausschreibungen nach dem Planungswettbewerb wiederholt werden müssen. Die Kosten der eingereichten Vorschläge waren zu hoch. Dadurch verschiebt sich der Baubeginn in den Spätherbst. Ausgaben von einer Million Euro werden hier veranschlagt. Zu 60 Prozent beteiligt sich die Regierung von Oberbayern mit Mitteln aus der Städtebauförderung daran.

Auch in Sachen Straßenbau läuft es nicht ganz so reibungslos, wie gedacht. Eigentlich hatte ja in Straß das Baugebiet „Am Sommerkeller“ erschlossen werden sollen. Doch war mit dem Landratsamt – bezüglich der Zufahrtsregelung – keine Einigung zu erzielen. Die Bauaufsichtsbehörde kam zu der Überzeugung, dass die Planung der Gemeinde einer Außenbereichs-Erschließung gleichkäme. Jetzt will die Marktgemeinde heuer an anderer Stelle in Straß Land kaufen, um Bauplätze zur Verfügung zu stellen. Das soll noch im Laufe dieses Jahres passieren. Insgesamt stehen laut Haushaltsplan 2015 für diverse Grundstücksankäufe (auch in Burgheim selbst) 765000 Euro zur Verfügung.

Auch im Straßenbau soll sich einiges tun. Zum einen muss in den Baugebieten „Am Rainer Weg I + II“ einiges fertiggestellt werden. Zum anderen muss sich Burgheim in größerem Umfang am Umbau des Bahnübergangs in der Gempfinger Straße beteiligen. In der Summe entstehen hier Kosten in Höhe von 330000 Euro.

Das Feuerwehrhaus ist zwar fertig um- und angebaut, dennoch bleibt das Thema Brandschutz auch 2015 aktuell und der Gemeinderat hat diesbezüglich auch 2016 schon ins Auge gefasst. Für die Feuerwehr der Kerngemeinde muss ein neues Löschfahrzeug angeschafft werden, um damit das 34 Jahre alte Vorgängermodell zu ersetzen. Sobald die Regierung von Oberbayern diese Anschaffung bewilligt hat, kann die Marktgemeinde den Kauf beschließen. Heuer wird dabei die Zahlung einer Teilsumme von 160000 Euro fällig.

Der „Sportsee Nr. 5“ nördlich von Burgheim wird zu einem attraktiven Naherholungsgebiet ausgebaut. An den Gesamtkosten von 100000 Euro beteiligt sich Leader. Ein Drittel der Kosten aber entfällt auf die Gemeinde.

Zunehmend wird die Verwaltung der Marktgemeinde mit Ausgaben belastet, die sich aus Gutachten, Prüfungen, Genehmigungsverfahren und anderem mehr ergeben. Die Bürokratie schlägt beim Brandschutz zu, bei Geräteprüfungen, Baumkataster, Bodengutachten, Austausch von Leuchtmitteln und anderem mehr.

Auch die Kosten für die kommunale Verpflichtung der Kinderbetreuung schlägt im Haushalt 2015 bemerkenswert zu Buche: Die Marktgemeinde leistet für den Unterhalt der Schule und der Kindertagesstätten mittlerweile jeweils mehr als 400000 Euro.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren