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Neuburg/Donau

16.09.2018

Auf dem Töpfermarkt in Neuburg ist alles handgemacht

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5 Bilder
Barbara Lutz-Cirino kommt seit vielen Jahren auf den Markt nach Neuburg. Wie lange genau, kann die Keramikmeisterin aus Hessen gar nicht mehr sagen.
Bild: Silke Federsel

60 Aussteller bestückten heuer den Töpfermarkt in Neuburg. Heuer kamen wesentlich mehr Besucher als in den Vorjahren. Dafür gibt‘s einen Grund.

Spätsommerliche Temperaturen und Sonnenschein zogen am Wochenende viele Menschen nicht nur ins Freie, sondern auch auf den Neuburger Töpfermarkt.

Organisatorin Claudia Unger zählte 10000 Besucher und damit wesentlich mehr als in den Vorjahren. 2017 waren es beispielsweise nur 6000. „Wir sind wirklich sehr zufrieden“ , sagt die Organisatorin. „Wir hatten die vergangenen Jahre immer mindestens einen verregneten Tag und heuer hatten wir gleich zwei Tage lang tolles Wetter.“ Dabei war der Sonntag wieder der besser besuchte Tag mit vielen Gästen auch von auswärts.

Viele Aussteller des Neuburger Töpfermarktes sagten schon für nächstes Jahr zu

So viel Interesse freute natürlich auch die vielen Aussteller, die ihre Waren verkaufen konnten und von denen viele aufgrund der positiven Resonanz schon für das nächste Jahr wieder zugesagt haben. Rund 60 Keramiker waren es heuer, die im Marstall und im Innenhof ausstellten, dazu kamen rund 25 auf dem Bauernmarkt.

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„Das Gesamtbild war wieder sehr schön“, sagt Unger. „Hier dürfte wirklich für jeden etwas dabei gewesen sein.“ Denn wenn es auch etwas weniger Händler als in den Vorjahren waren – die Mischung war auch heuer wieder sehr vielfältig: Zarte Figürchen reihten sich neben massige Tontöpfe, winzige Autos dienten als Salz-und Pfefferstreuer, ein ganzer Stand leuchtete in Türkis mit Tassen, Tellern und Schälchen und an einem Stand schlängelten sich lebensecht aussehende Schlangen, die ein ganz außergewöhnlicher Blickfang für den Garten sind.

Unter den sieben neuen Ausstellern beim Töpfermarkt war auch eine aus Lettland

Nachdem einige Stammaussteller aus Altersgründen ihre Werkstätten aufgegeben hatten und deswegen nicht mehr auf dem Töpfermarkt vertreten waren, konnte Unger auch sieben neue gewinnen. Eine von ihnen war Inta Radzina. Die Keramikerin kam extra aus Lettland auf den Neuburger Töpfermarkt mit ihren farbenfrohen Schalen und Tierfiguren, die durch die Zugabe von Ostseesand und buntem Glas ihr ganz besonderes Aussehen bekommen. „Mir gefällt es sehr gut auf dem Markt“, sagte Inta Radzina.

Eine richtige Stammausstellerin hingegen ist Keramikermeisterin Barbara Lutz-Cirino aus Hessen. Wie lange sie genau dabei ist, weiß sie nicht mehr exakt, „aber 28 Jahre bin ich bestimmt schon auf dem Töpfermarkt hier in Neuburg“, sagt sie. Ihre Vasen und Teller sind alle in schlichten und zarten Tönen gehalten, leuchtende Glasuren sucht man bei ihr vergebens. „Ich finde, die Form allein muss einfach für sich sprechen“, sagt die Keramikermeisterin. Am Neuburger Töpfermarkt schätzt sie neben den vielen Stammkunden, die ihr seit Jahren die Treue halten, vor allem auch das Ambiente im Marstall. „Ich finde, es ist schon ein sehr schöner Markt“, macht sie Neuburg ein Kompliment.

Nach längerer Pause waren wiederum Ellen und Peter Krempl aus Kirchdorf im Wald mit ihrem Stand auf den Neuburger Töpfermarkt zurückgekehrt. Rund 18 Märkte besuchen die beiden im Jahr, im Winter werden die Waren hergestellt, im Sommer werden sie dann für die Kunden zum Verkauf angeboten, wie sie erzählen.

Während die beiden Arbeiten in einem rustikalen Stil und Naturfarben bevorzugen, setzt Antje Zipf dagegen auf Pastellfarben und auf ganz filigrane Arbeiten. Auf ihren beigen Tassen befinden sich winzige Schildkröten oder Igel, auf Döschen kleine Nadelkissen oder Puppen. Auch bei ihr war, wie bei allen anderen Händlern auf dem Töpfermarkt, alles Handarbeit. „Rund 20 Mal nehme ich ein Stück in die Hand, bis es schließlich fertig ist. Es steckt schon sehr viel Arbeit darin“, erzählt sie. Und spricht damit sicher auch allen anderen Anbietern auf dem Töpfermarkt rund um den Marstall in der Oberen Altstadt aus der Seele, die viel Mühe in ihre Werke gesteckt haben.

Im nächsten Jahr feiert der Neuburger Töpfermarkt einen runden Geburtstag

Nächstes Jahr feiert der Neuburger Töpfermarkt, der von Claudia Ungers Stiefvater Fritz Seebauer ins Leben gerufen wurde, schon seinen 40. Geburtstag. Das besondere Jubiläum soll dann auch entsprechend gefeiert werden – momentan steht schon fest, dass es eine Tombola geben wird. Dabei kann man dann auch sehr hochwertige Preise aus Keramik gewinnen.

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