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Umwelt

20.11.2018

Auf einem Feld in Gietlhausen erhalten Tiere Unterschlupf

Bei sieben Stunden Pflanzarbeit auf dem Feld war bei den Helfern mittendrin eine Brotzeitpause willkommen.
Bild: Edeltraud Mayer

Wie ein Landwirt gegen das Insekten- und Artensterben kämpft und dabei vielfältige Unterstützung erhält

In einer Zeit, in der das Insekten- und Artensterben in aller Munde ist, pflanzt Biolandwirt Alfred Reng als Gegenmaßnahme auf einer seiner Ackerflächen eine Hecke. Es war nicht leicht, eine Biobaumschule zu finden, die ihm einheimische, aus Biosaatgut gezogene Bäume und Sträucher liefern konnte, sagt er. Allein mit dem Gärtner und Helfern aus Familie und Nachbarschaft war das Vorhaben nicht zu bewältigen.

Ulrich Mayer, Mitglied bei BN und LBV, war von dem Plan überzeugt und fragte bei Mitgliedern der Artenschutzgruppe um Unterstützung. „Hecken sind Bindeglieder in der Kulturlandschaft“, sagt Mayer. Sie seien wichtig für den Biotopverbund, als Windschutz, sie verhindern die Erosion und verbessern das Kleinklima. Bis zu 900 Tierarten würden in einer undurchdringlichen Hecke wohnen. Weil Hecken auch verschiedenen Vogelarten, Igel, Rebhuhn und Hasen Schutz-, Versteck-, und Schlafmöglichkeiten bieten, unterstützte der Jagdverband das Vorhaben mit einer Spende. Auch vom Freistaat bekam Reng fachliche Unterstützung von der Unteren Naturschutzbehörde und für Materialien einen Zuschuss für Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege.

Auf diese Weise kamen 13 Helfer mit Spaten und Schaufel auf der Pflanzfläche mit einer Länge von 200 Metern und 10 Metern Breite bei Gietlhausen zusammen und wurden vom Gärtner der Biobaumschule eingewiesen wie die über 400 Sträucher und Bäume gesetzt werden müssen. „Die hohen Gehölze wie Walnuss, Faulbaum, Wildapfel und Wildbirne in die Mitte, außen niedrigere Sträucher“, erklärte der Gärtner.

Er habe eine breite Auswahl an Arten mit zeitlich versetztem Blühzeitpunkt gewählt. Die Blüten der Kornelkirsche leuchten im Frühjahr von weitem, wenn die anderen Büsche noch keine Blätter haben und sind mit die erste Nahrung für Bienen und andere Insekten. Neben Hartriegel, Schneeball, Pfaffenhütchen, Hollunder und Heckenkirsche, die im Herbst Nahrung für Vögel bieten, wurden auch dornige Sträucher wie Weißdorn, Schlehe und drei verschiedene Wildrosenarten gepflanzt, in denen Vögel geschützt brüten können. Ein Zaun schützt den Aufwuchs der Jungpflanzen zu einer stabilen Hecke vier Jahre lang vor dem Verbiss von Hasen und Rehen. (nr)

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