Weichering Der Rahmen ist festlich, die Zahl der Besucher überwältigend. Mit der örtlichen Angermusi und im Beisein von Dekan i.R. Anton Keller eröffneten die Weicheringer Krippenfreunde ihre Krippenausstellung.
Eine reichhaltige Fülle von Darstellungen des Weihnachtsmysteriums und der Herbergssuche offenbarte sich dabei im Pfarrstadel. 46 private Krippen plus jene der Pfarrkirche St. Vitus sowie die aus dem Jahre 1940 stammende Darstellung des Kulturhistorischen Vereins Donaumoos boten eine imposante Kulisse. Rare Kunstwerke und wirkliche Schätze hatten den Weg aus den Privathaushalten in den Pfarrstadel gefunden. Hirten, Schafe, die drei Heiligen Könige, Ochs und Esel, die Engel und schließlich die Heilige Familie können auch noch am kommenden Samstag und Sonntag von 10 Uhr bis 17 Uhr bestaunt werden.
Es gibt eine ganze Menge zu sehen. Sowohl alpenländische Landschaftsidylle als auch afrikanische und orientalische Darstellung sowie moderne Krippen sind zu sehen. In so manch handgefertigtem Stück wird die Hingabe spürbar, die in der Fertigung steckt. Zwei besondere Hingucker sind die Weihnachtskrippe der örtlichen Pfarrkirche sowie die Herbergssuche, die sich im Besitz des Krippenfreunde-Vorsitzenden Max Fürholzer befindet. Beide stammen aus der Werkstatt der italienischen Künstlerin Angela Trippi.
Bei all der Pracht verwies Dekan i.R. Anton Keller an die tiefe Bedeutung der Kunstwerke: nämlich das Wunder der Weihnacht, das Geheimnis der Menschwerdung Gottes. Jeder Mensch habe in der Krippe seinen Platz, verwies Pfarrer Keller auf die Analogie zum eigenen Leben. Eine Krippe habe etwas mit tief empfundenem Glauben und der Heimkehr des Herzens der Menschen zu tun und rege an zur Sammlung und zur Meditation. (mr)