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Neuburg

26.11.2018

Ausstellung: Was junge Menschen im Ostend bewegt

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2 Bilder
Was die Jugendlichen im Ostend bewegt, ist in zahlreichen persönlichen Aufnahmen und Sprüchen festgehalten.
Bild: Silke Federsel

Unter dem Titel „Ostend 86“ haben Jugendliche aus dem Viertel im Bürgerhaus eine Ausstellung konzipiert. Eine Schau zwischen Zusammenhalt und Vorurteilen.

Was bewegt junge Menschen, die im Ostend zuhause sind? Die Antwort auf diese Frage findet man derzeit in einer ganz besonderen Ausstellung im Bürgerhaus, die von und mit Jugendlichen realisiert wurde. Unter dem Titel „Ostend 86“ kann man dort zahlreiche Fotografien, aber auch selbst verfasste Sprüche und Gedanken, die die jungen Leute zu Papier gebracht haben, betrachten. Es sind Themen wie Zusammenhalt und Gemeinschaft, die für die Jugendlichen eine Rolle spielen, aber auch Dinge wie Mobbing oder Vorurteile, mit denen sie sich konfrontiert sehen.

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Das Ostend hat oft mit Vorurteilen zu kämpfen

Eigentlich wollte man zunächst einen Film über das Leben im Stadtteil drehen, um Vorurteile abzubauen, erklärte Stadtteilmanager Marek Hajduczek. Dann habe man das Vorhaben aber zugunsten eines gemeinsamen Fotoprojekts einer Fotografin und mehrerer Jugendlicher verworfen. Das Ostend sei oft zu unrecht mit negativen Assoziationen verbunden, beispielsweise von einigen als „Glasscherbenviertel“ verrufen. Genau diesen Vorurteilen wollte man begegnen und zeigen, dass das Leben im Ostend auch viele positive Seiten hat und für die Bewohner ein ganz besonderes Viertel ist.

Alle Beteiligten freuten sich sichtlich über die Ausstellungseröffnung im Ostend. 
Bild: Silke Federsel

„Für uns ist das Ostend mehr als ein Stadtteil. Es bezeichnet unseren Charakter und unsere Lebenseinstellung“, sagte Hajduczek, selbst ein „Kind“ des Stadtteils. Ebenso wie Julia Breitenborn. Die Fotografin, die mit neun Jahren mit ihrer Familie von Kasachstan ins Ostend zog, fühlt sich hier sehr wohl, hat zwar schon einmal für kurze Zeit in einer ländlichen Gegend gelebt, doch schließlich zog es sie wieder in ihren alten Stadtteil zurück. Sie war sofort begeistert von der Fotoaktion und sagte zu.

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Wann die Ausstellung im Ostend zu sehen ist

Das Besondere an dem Fotoprojekt war, dass das Stadtteilmanagement und die Fotografin die jungen Menschen nur begleiteten, die Planung, Organisation und Durchführung von Aktionen war Aufgabe der Jugendlichen selbst. In einem ersten Treffen überlegten sich die Jugendlichen die Themen, die sie abbilden wollten. In einem zweiten Treffen zog man durch den Stadtteil zum Fotografieren – die Jugendlichen stellten die Szenen, Julia Breitenborn machte schließlich die Aufnahmen, wählte rund 30 Motive für die Ausstellung aus und überraschte mit dieser Auswahl auch die jungen Teilnehmer des Projekts bei der Ausstellungseröffnung, die die Bilder bis dahin noch nicht gesehen hatten.

Begeistert war die Fotografin vor allem von der Tiefgründigkeit der jungen Leute: „Ich war total positiv überrascht, denn ich dachte, sie würden sehr viel oberflächlichere Themen wählen. Tatsächlich sind es aber Dinge wie Wertschätzung oder Vorurteile, die die Kinder und Jugendlichen bewegen.“ Die rund 15 teilnehmenden Jugendlichen hatten ihre Freude bei der Aktion. „Es war etwas ganz Besonderes und sehr spannend“, erklärte der 13-jährige Adrian. Die gleichaltrige Doreen war ebenfalls begeistert. „Es hat mir gut gefallen und sehr viel Spaß gemacht.“ Die Ausstellung kann bis 31. Januar im Bürgerhaus Ostend zu den regulären Öffnungszeiten, Montag bis Donnerstag von 9 bis 17 Uhr und Freitag von 9 bis 14 Uhr besucht werden.

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