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29.06.2009

Auto stürzt aus 24 Metern die Tiefe

Ingolstadt Hinter diesen Zahlen verbirgt sich unvorstellbares Leid. Im vergangenen Jahr starben 37 junge Menschen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren bei Verkehrsunfällen im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord.

Die Autofahrer in diesem Alter waren an 4806 Unfällen beteiligt (12 Prozent der Gesamtunfälle). 2815 davon wurden von jungen Fahrern verursacht. Aus diesem Grund hat sich die Polizeiinspektion Ingolstadt entschlossen, mit Unterstützung der örtlichen Verkehrswacht und dem Landesverband der Bayerischen Fahrlehrer im Rahmen der Aktion "Junge Fahrer - Ankommen statt umkommen" auch in diesem Jahr ein Sicherheitstraining für Fahranfänger durchzuführen.

Fast 100 junge Leute waren zum Veranstaltungsort auf das ehemalige Messegelände im Gewerbegebiet Ingolstadt-Nord-Ost gekommen, um an der Übung teilzunehmen. Vier Stationen waren aufgebaut, an denen die Fahranfänger unter Anleitung erfahrener Instruktoren das richtige Verhalten in gefährlichen Situationen üben konnten. Sie lernten dabei, wie man durch richtiges Lenken und angemessene Blicktechnik einem Hindernis auf nasser Fahrbahn ausweichen oder einen vorgegebenen Slalom in flüssiger Fahrt durchfahren kann.

Richtiges Bremsen will gelernt sein

Auto stürzt aus 24 Metern die Tiefe

Zu den gestellten Anforderungen gehörte auch das Befahren einer vorgegebenen Kurve rechts und links mit einer solchen Geschwindigkeit, die Fliehkräfte erkennen lässt und bei der das Unter- oder Übersteuern des Fahrzeugs im Ansatz erkennbar ist. Geübt wurde zudem eine Gefahrbremsung (Schlagbremsung) auf trockener Fahrbahn, um einen kürzestmöglichen Bremsweg zu erzielen.

Höhepunkt der Veranstaltung war der Crash-Versuch der Ingolstädter Feuerwehr. Aus einer Höhe von 24 Metern ließ sie von einem Feuerwehrkran einen Opel Corsa in die Tiefe stürzen. Dabei sollte verdeutlicht werden, welche Kräfte auf ein Auto bei einem Frontalaufprall mit etwa 50 Stundenkilometern einwirken. Anschließend wurde ein "Verletzter" von Rettungskräften und der Feuerwehr mit dem Rettungsspreizer aus dem demolierten Wagen geborgen. Die Fahranfänger durften dabei ganz nah an den Ort des Schreckens treten und konnten so die Situation hautnah miterleben.

Im Gegensatz zum letzten Jahr befand sich diesmal kein Dummy in dem zerstörten Wagen", sondern eine lebendige Person, die nach dem Aufprall des Wagens auf den Asphalt in den Unfallwagen gelegt worden war. Für die Helfer wurde diese Rettungsübung somit realitätsnah und stellte für sie eine noch größere Herausforderung dar.

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