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Neuburg

25.10.2019

B16: Lösung mit Bundeswehr rückt näher

Noch führt die Bundesstraße 16 durch die beiden Neuburger Ortsteile Marienheim (links) und Rödenhof (rechts). Diskutiert wird eine Verlegung der Trasse nach Süden und damit näher an den Nato-Flugplatz heran. So einfach ist das aber nicht.
Bild: Hajo Dietz

Plus Der vierspurige Ausbau der Bundesstraße zwischen Neuburg und der A9 nimmt langsam Fahrt auf. Beim Verlauf bei Marienheim zeichnet sich eine Lösung ab.

Satte 340 Kilometer bahnt sich die Bundesstraße 16 ihren Weg vom Bayerischen Wald bis ins Allgäu. Sie gilt als wichtigste Ost-West-Verkehrsachse in Bayern. Kaum verwunderlich also, dass sich in der Region tagtäglich zehntausende Autos und Lastwagen über die Bundesstraße quälen. Damit die Straße nicht irgendwann kollabiert, hat die Politik im Bundesverkehrswegeplan 2030 festgezurrt, dass die Achse zwischen Neuburg und der Anschlussstelle Manching zur A9 vierspurig ausgebaut wird. Ein Mammutprojekt. Rund 170 Millionen Euro Kosten, Dauer: Jahre, vielleicht Jahrzehnte.

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Das Staatliche Bauamt Ingolstadt hat das Projekt in drei Bauabschnitte unterteilt, die sich allesamt in unterschiedlichen Stadien befinden. Am weitesten fortgeschritten ist derzeit der Abschnitt zwischen der Anschlussstelle zur A9 und der Bundesstraße 13. „Ende des Jahres wird der erste Vorentwurf stehen. Das Verkehrsministerium prüft dann, ob wir fachlich und wirtschaftlich korrekt geplant haben“, erklärt der Leiter des Staatlichen Bauamts in Ingolstadt, Stephan Blauth.

Eine vierspurige B16 soll nicht Marienheim und Rödenhof durchschneiden

Der zweite Teil ist der größte Bauabschnitt. Er erstreckt sich insgesamt 15 Kilometer von der B13 bis zur Zeller Kreuzung. „Dort befinden wir uns zurzeit in Voruntersuchungen“, sagt Blauth. Geklärt würden dabei Fragen, nach welcher Seite die Fahrbahn verbreitert werden kann oder ob man vielleicht stärker von dem jetzigen Verlauf abweichen muss. „Der Auftrag ist vergeben, mit Ergebnissen rechnen wir Ende 2020“, betont der Amtsleiter.

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Um den dritten Bauabschnitt – zwischen der Zeller Kreuzung und der Staatsstraße 2035 – waren und sind nach wie vor lange Gespräche nötig. Zum Hintergrund: Eine vierspurige B16 soll nicht die beiden Neuburger Ortsteile Marienheim und Rödenhof durchschneiden. Außerdem ist eine südliche Verlegung der Trasse im Gespräch. Die Bundesstraße würde damit näher an den Nato-Flugplatz der Bundeswehr heranrücken. „Es scheint sich eine Lösung abzuzeichnen, aber wir befinden uns noch in einem frühen Stadium“, meint Blauth. Auch der CSU-Bundestagsabgeordnete Reinhard Brandl, dem der Ausbau besonders wichtig ist, äußert sich vorsichtig optimistisch: „Die Abstimmungen mit der Bundeswehr sind fortgeschritten, aber noch nicht abgeschlossen.“

In der Diskussion gab es einige Punkte zu beachten: Die Bundeswehr braucht bestimmte Sicherheitsabstände zu ihrem Munitionsdepot und dem Radar. „Außerdem wäre die Straße dann relativ nahe an der Start- und Landebahn. Bei schlechter Sicht besteht die Gefahr einer Verwechslung“, begründet Blauth. Ergebnisse der laufenden Voruntersuchung auf diesem Streckenabschnitt erwartet der Amtsleiter nicht vor 2021.

Brandl befürwortet einen parallelen Ausbau bei Neuburg und Oberstimm

Der Abgeordnete Brandl betont indes, dass er das Projekt auch in der Politik immer weiter forcieren wird. Wichtig sei ihm, dass die riesige Maßnahme parallel an zwei Stellen vorangetrieben werden sollte, und zwar einmal zwischen der A9 und den Anschlussstellen B13/B16 sowie kurz vor Neuburg bei Marienheim. „Denn um die Städte herum ist die Verkehrsdichte einfach am größten.“ Blauth sieht das ähnlich. „Die höchste Belastung ist zwischen der A9 und der B13. Von daher ist es wichtig, diesen Streckenabschnitt vorrangig voranzutreiben.“ Das heiße aber nicht, dass an anderer Stelle nicht ebenfalls gebaut werden könne. Denn sollte es einmal haken, könnte ein anderer Abschnitt in Angriff genommen werden. Da die B16 nicht nur für den Raum Neuburg von großer Bedeutung ist, zieht Brandl mit seinen schwäbischen Kollegen an einem Strang: „Für den ganzen Raum Nördlingen–Donauwörth–Dillingen ist die B16 eine zentrale Anbindung zur A9. Deshalb setze ich mich stark dafür ein.“

Tatsächlich geht der Ausbau der Bundesstraße auch im angrenzenden Schwaben weiter. Denn es gibt bereits erste Überlegungen für die Verbreiterung auf drei Spuren zwischen Burgheim und Rain-West. Der 5,6 Kilometer lange Abschnitt soll rund 15 Millionen Euro kosten. Derzeit ist geplant, dass der Verkehr während der Bauzeit in Richtung Donauwörth neben der B16 fließt, in umgekehrter Richtung über Staudheim. Die ersten Bagger sollen aber nicht vor 2024 rollen. Im Zuge des Ausbaus der Bundesstraße 16 soll auch die Lechbrücke bei Rain neu geplant werden. Eine neue Querung soll nördlich der bestehenden gebaut werden. Doch auch der Brückenbau soll nicht vor dem Jahr 2024 stattfinden.

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