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Verkehr

09.07.2020

B16-Umleitung: Burgheim holt sich Hilfe aus Berlin

Die Tage dieses farblich markanten Gebäudes sind gezählt. Nach dem Abriss entsteht dort ein neues Haus mit fünf Wohneinheiten.
Bild: Peter Maier

Am Montag kommt MdB Reinhard Brandl nach Burgheim, um über alternative Ausbau-Möglichkeiten zu sprechen

Dass der Verkehr bei der geplanten Erweiterung der B16 durch Burgheim geleitet wird, bereitet Bürgermeister Michael Böhm und dem Gemeinderat seit langem Kopfzerbrechen. Eine aktuelle Zählung ergab, dass an Burgheim auf der B16 täglich rund 10.000 Fahrzeuge vorbeifahren. Ursprünglich wurden nur etwa 6000 gezählt. Weil die B16 beim Bau nur einspurig befahrbar ist, müssten täglich rund 5000 Fahrzeuge durch Burgheim umgeleitet werden. Bürgermeister Michael Böhm hat nun zusammen mit Rains Bürgermeister Karl Rehm die Bundespolitik eingeschaltet. Bei einem Treffen am kommenden Montag mit den Abgeordneten Ulrich Lange (Donau-Ries) und Dr. Reinhard Brandl soll über Alternativen gesprochen werden.

Darüber hinaus hat sich der Gemeinderat mit diesen Themen beschäftigt:

  • Abriss: In der Simprecht-Lenk-Gasse in Burgheim soll ein Mehrfamilienhaus mit fünf Wohnungen, zwei Garagen und zwei Carports entstehen. Für den Neubau muss das bestehende Gebäude abgerissen werden. Der Gemeinderat hatte in seiner jüngsten Sitzung grundsätzlich nichts gegen das Bauvorhaben. Voraussetzung: Das neue Haus wird rückversetzt und grenzt nicht mehr unmittelbar an der Straße an, sodass der Gehweg an dieser Stelle wieder genutzt werden kann. Außerdem muss genügend Abstand zum Leitenbach eingehalten werden, damit der Grünstreifen uneingeschränkt gepflegt werden kann.
  • Sprungwoche der Fallschirmflieger: Vom 3. bis 7. August veranstaltet die Luftsportgruppe Burgheim ihre alljährliche Sprungwoche für Fallschirmspringer. Etwa 20 Gastspringer erwartet der Verein. Den beantragten erweiterten Betriebszeiten an diesen fünf Tagen von 10 bis 12.30 Uhr sowie von 14 Uhr bis 20 Uhr stimmte der Gemeinderat zu. Zudem haben sich die Luftsportler verpflichtet, das Hygienekonzept des Luftsportverbandes einzuhalten. Dazu zählt auch, dass im Vereinsheim keine Fallschirmspringer übernachten.
  • Eingeschränkte Parkzeiten: Dauerparker vor der Friedhofsmauer und vor der Postagentur sind zum Problem geworden. Bürgermeister Michael Böhm und der Gemeinderat sehen nun Handlungsbedarf. Künftig soll die Parkzeit an der Friedhofsmauer drei Stunden, vor der Postagentur eine Stunde betragen. Die Einhaltung soll die Polizei kontrollieren. Für Diskussionsstoff sorgte darüber hinaus der Parkplatz unmittelbar an der Kirchenauffahrt. Häufig würden dort zwei Fahrzeuge parken. Der Vorschlag von Gemeinderat Markus Fahrmayr nach einem Radparkplatz wird noch geprüft.
  • Grünpflegekosten abgeschafft: Die Anlieger in den Baugebieten „Brunnthalsiedlung“ und „Am Rainer Weg“ müssen künftig für die Grünpflege durch die Gemeinde nichts mehr bezahlen. Die Gemeinde legte diese Kosten seit 1998 auf die Grundstückseigentümer um. Doch jetzt ist Schluss damit. Grund: Der Verwaltungsaufwand stehe in keinem Verhältnis zum Ertrag. 60 Rechnungen müssten geschrieben und verschickt werden, damit die Gemeinde am Ende eine Einnahme von rund 2000 Euro hat, die darüber hinaus auch noch versteuert werden muss. Außerdem war die Gebühr eine Ungleichbehandlung gegenüber anderen Anwohnern, die nicht für Grünpflegearbeiten bezahlen mussten.
  • ND11 ab Montag gesperrt: Die Überführung über die B16 im Norden Burgheims ist ab Montag für rund zwei Monate gesperrt. Die Sanierungsarbeiten an der Verrohrung des Sachsenweidengrabens beginnen. Burgheim ist dann nur noch über die alte B16, Ausfahrten Straß und Rain, zu erreichen. Landwirte können über die „Mooser Brücke“ ausweichen.
  • Sporthalle wieder eingeschränkt nutzbar: Schon bald ist die Burgheimer Sporthalle für Vereine wieder bedingt für ihren Sport nutzbar. Die Gemeinde öffnet die Halle nach dem Hygienekonzept des Bayerischen Landessportverbands. Die Vereine müssen entsprechende Nachweise liefern. Bürgermeister Michael Böhm rechnet in den Sommermonaten aber eher mit einem „verhaltenen Anlauf“.
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