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Neuburg

16.10.2019

Baden im Neuburger Parkbad wird billiger

Das Baden im Neuburger Hallenbad wird ab 1. November günstiger.
Bild: Marcel Rother

Plus Die Stadtwerke kommen ihren Kunden entgegen. Sie vereinfachen die Tarifstruktur und reduzieren die Preise. Die finanziellen Auswirkungen kann keiner abschätzen.

Die Stadtwerke starten eine Charmeoffensive. Nach der heftigen Kritik wegen chaotischer Zustände an den Kassenautomaten zunächst im Brandlbad und nun auch im Hallenbad, wollen die Neuburger Stadtwerke die Buchungszeiten übersichtlicher gestalten und die Preisstruktur vereinfachen.

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Meist sind Änderungen bei den Tarifen mit Preissteigerungen verbunden, nicht so in diesem Fall. „Wir werden billiger“, verkündete Stadtwerke-Chef Richard Kuttenreich stolz. Und die Bezahlung am Kassenautomaten soll so verständlicher sein und schneller gehen.

Wie erklärt der Werkleiter die Vergünstigungen im Parkbad?

Doch wie erklärt der Werkleiter die Vergünstigungen anlässlich der momentan laufenden Einsparmaßnahmen? Insgesamt elf Stadtwerke-Mitarbeitern, darunter fünf Kassenkräften und der Betriebsleiter des Hallenbades, wurde betriebsbedingt gekündigt. Neben weiteren ist das eine vom Stadtrat geforderte Maßnahme, um dem Schuldenberg von über 60 Millionen Herr zu werden. Die Antwort ist ernüchternd, denn eine Berechnung, wie sich die günstigeren Preise auf die ohnehin schon defizitäre Bäder-Bilanz auswirken, gab es weder in der Werkausschusssitzung noch am Tag danach auf Nachfrage unserer Zeitung. Oberbürgermeister Bernhard Gmehling und auch keines der Mitglieder des Werkausschusses stellten am Dienstagabend die Frage nach belastbaren Zahlen, zu euphorisiert schienen alle von der Idee, den Badegästen nach all den Negativschlagzeilen ein Zuckerl präsentieren zu können.

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Aktuell hat man im Neuburger Parkbad zwei Möglichkeiten. Entweder man bleibt eineinhalb Stunden für 3,50 Euro oder drei Stunden für sechs Euro. Gerade Familien haben sich in der Vergangenheit beschwert, dass die eineinhalb Stunden mit Kindern zu knapp bemessen, der Drei-Stunden-Tarif jedoch zu lang sei.

Die neue Tarifstruktur im Parkbad soll ab 1. November gelten

Schon in zwei Wochen, ab 1. November, soll nun eine neue Tarifstruktur greifen, so entschied es der Werkausschuss einstimmig. Die eineinhalb Stunden werden abgeschafft. Es gibt nur noch den Drei-Stunden-Tarif zum Preis von vier Euro für Erwachsene sowie einen Tagestarif für neun Euro. Auch die Unterscheidung von Jugendlichen, Studenten und Ermäßigten (Schwerbehinderten, Sozialhilfeempfängern, Bundesfreiwilligendienstler sowie Besitzer der Ehrenamtskarte) entfällt. Sie alle zahlen für die drei Stunden künftig drei Euro, für den ganzen Tag sieben Euro. Neu ist eine Sportkarte, die vor allem für reine Schwimmer gedacht ist. Sie können für 2,50 Euro eine Stunde im Bad bleiben mit einer Karenzzeit von 20 Minuten. „Damit sind wir unschlagbar günstig und billiger als alle vergleichbaren Hallenbäder in der Region“, freut sich Neuburgs Oberbürgermeister Bernhard Gmehling sichtlich.

Der Wohlfühlfreitag bleibt bestehen. Ohne Nachzahlen kann man am Ende der Arbeitswoche bis 14 Uhr im Bad bleiben. Wer möchte, kann an den Aquacyclingkursen um 9.30 und 10 Uhr sowie an den Aquagymnastikkursen um 11 und 11.30 Uhr teilnehmen, die bisher jeweils einen Euro kosteten, nun aber auch kostenlos in Anspruch genommen werden können.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar "Fatales Signal nach außen"

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