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Neuburg

06.08.2017

Badespaß mit Quietsche-Entchen-Jagd

„Hier her!“ An der Donaubrücke wurde das Kind im Manne (und in der Frau) geweckt. Denn wer sich eine der 400 Quietsche-Entchen schnappen wollte, musste laut und schnell sein.
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„Hier her!“ An der Donaubrücke wurde das Kind im Manne (und in der Frau) geweckt. Denn wer sich eine der 400 Quietsche-Entchen schnappen wollte, musste laut und schnell sein.

400 Teilnehmer stürzen sich beim 13. Sommer-Donauschwimmen in die Fluten

„Dagegen kann man jedes stehende Gewässer vergessen. In der Donau baden macht einfach noch mehr Spaß.“ Der 92-jährige Hubert Fischer war am Samstagnachmittag beim Flussbaden nicht allein. Bei der 13. Auflage des Sommer-Donauschwimmens stürzten sich 400 Kinder, Frauen und Männer johlend in die 19 Grad erfrischenden Fluten.

Pünktlich um 15 Uhr hieß es an der Brandlwiese „Auf die Enten – fertig – los“. Bevor die Teilnehmer nach rund 20 Minuten und eineinhalb Flusskilometern bei angenehmer 28 Grad Lufttemperatur am Ruderclub strandeten, hechteten sie an der Elisenbrücke nach 400 nummerierten Julius-Quietsche-Entchen. Die konnten die Teilnehmer nicht nur als Andenken mit nach Hause nehmen und ihre Sammlung damit erweitern (dieses Jahr zeigten sich die Entchen in lila), sondern 45 von ihnen entpuppten sich später auch als Glückslos.

Das Baden in der Donau hat in Neuburg eine lange Tradition. Früher gab es keine Badeweiher oder das Brandlbad. Historische Aufnahmen zeigen an der Brandlbucht am südlichen Donauufer eine städtische Badeanlage. Doch das ist Geschichte. Trotzdem finden heute immer mehr Neuburger Spaß beim Baden in der Donau. Das zeigt sich den ganzen Sommer über, sei es an der Schlösslwiese oder an der Leopoldinen-Insel. Und einmal jährlich gehen die Anhänger des Flussbadens gemeinsam in die Donau. Dabei standen die Vorzeichen der diesjährigen Gaudi unter keinem guten Vorzeichen, denn vor einer Woche hatte das Gewässer nach den heftigen Regenfällen einen zu hohen Wasserstand. Doch der Pegel senkte sich pünktlich im Laufe der ersten Ferienwoche um zwei Meter.

So wurden wie geplant am Samstagnachmittag die Teilnehmer mit Bussen zum Startpunkt an die Brandlbucht transportiert. An der Donautreppe gab es kein Zurück mehr. „Wow, einfach ein schönes Gefühl, mit so vielen Leuten gleichzeitig in die Donau eintauchen“, sagte Elke Stachel bei ihrer erstmaligen Teilnahme. Roland Portune war dagegen schon viele Male dabei und findet die Gaudi „wie immer geil“. „Und hinterher freue ich mit auf den Stadtlauf. Das ist ideal, wenn man beide Veranstaltungen als Duathlon miteinander verbinden kann“, so der Fußballspieler. Dieses kombinierte Angebot nutzten rund 50 Frauen und Männer.

Beinahe wäre das sommerliche Badevergnügen ins Wasser gefallen. Weil das Stadtmarketing als Veranstalter derzeit personelle dezimiert ist (wie berichtet haben drei der vier Mitarbeiter den Verein verlassen), konnte Geschäftsführerin Vanessa Korn die Organisation an diesem Tag nicht alleine übernehmen. Deshalb sprang die Firma Heindl ein. Sie verteilten Schwimmnudeln am Brandl, transportierten Gepäck zurück zum Ruderclub und warfen natürlich die begehrten Entchen von der Donaubrücke.

„Es war wieder eine Riesengaudi“, resümierte Oberbürgermeister Bernhard Gmehling, der selbst mitgeschwommen war. So sahen es viele andere Teilnehmer auch. Nach einer kurzen Stärkung mit Getränken wurden die Preise verteilt. Viele Teilnehmer wollen auch nächstes Jahr wieder beim Sommer-Donauschwimmen dabei sein – so wie der 92-jährige Hubert Fischer. „Ich will auf alle Fälle wieder mitmachen.“

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