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Neuburg

22.06.2013

Bahnhof soll aufgemöbelt werden

In den Bahnhof sollen kleine Läden kommen.
Bild: Archivfoto: Barbara Feneberg

Familie Gräbner kauft die Immobilie und will dort kleine Läden ansiedeln

Eines will Thomas Gräbner deutlich machen: „Wir hätten nie ein Angebot abgegeben gegen die Stadt.“ Die war zwar auch lange Zeit an dem Gebäude interessiert, doch nicht zu den Vertragsbedingungen der Bahn. Und da ging es vor allem um die Altlasten, die möglicherweise auf dem Gelände schlummern. Die Stadt wollte, dass sich die Bahn zumindest an deren Beseitigung beteiligt. Doch die hat ihre Standardverträge mit zahlreichen Vorgaben und Bedingungen, die die Stadt nicht alle erfüllen wollte. Vor allem die Angst vor Folgekosten schreckte die Stadträte ab.

Den Kauf des Bahnhofs sieht der Neuburger Gräbner als Altersvorsorge. Er tritt nicht als Bauträger auf, sondern hat als Privatperson zugeschlagen.

„Mit Liebe und Herzblut“ will er an die Sanierung des historischen Gebäudes herangehen, das sein äußeres Erscheinungsbild beibehalten soll. Bereits an Ostern kommenden Jahres soll das Bahnhofsgebäude mit neuen Läden wiedereröffnet werden. Interessenten – Bäcker, Metzger, Kioskbetreiber – können sich bereits jetzt bei Thomas Gräbner melden. Vorbild ist für ihn der Ingolstädter Nordbahnhof oder das Parkhaus am dortigen Hauptbahnhof. Das Reisebüro, das sich schon jetzt am Bahnhof befindet, wird auch weiterhin dort bleiben, versichert Gräbner.

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In den kommenden Monaten sollen die Fenster ausgetauscht werden, außerdem will Gräbner das Dach neu machen und die Fassade streichen. Schließlich hat die Bahn in den vergangenen Jahren nichts mehr investiert.

Insbesondere setzt der Käufer sein Augenmerk auf die Bahnhofshalle. Statt der Automaten, die zurzeit dort stehen, wird es nun eben Läden geben. Toiletten und Fahrradständer werden nach Angaben Gräbners auch weiterhin bleiben. Seine Hoffnung, die er ins das Projekt steckt: „Die ganze Halle muss aufgewertet und von dem versifften Charakter befreit werden.“ Die vier Wohnungen im Gebäude – davon eine Werkswohnung – will Gräbner sanieren. Ins Nebengebäude könnten ein Büro oder eine Praxis einziehen.

Gereizt hat den Neuburger vor allem die Historie des Gebäudes: „In solchen Häusern steckt für uns so viel Ausstrahlung, die ein neues Haus gar nicht entwickeln kann.“ Über den Kaufpreis schweigt sich Thomas Gräbner aus. Als die Stadt noch mit im Rennen war, war von rund 300000 Euro die Rede.

Nicht verkauft ist bislang der Ladehof westlich des Bahnhofs. Und auch hier sieht sich die Stadt mit derselben Problematik konfrontiert, den Altlasten. „Das ist ein bisher ungelöstes Problem“, sagte Dieter Reichstein vom Bauamt im Bauausschuss

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