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19.01.2015

Bakterien im Klinikum

Das Klinikum Ingolstadt
Bild: Klinikum

Sechs Schwerkranke sind betroffen

In den letzten Tagen kam es auf der Frührehabilitationsstation des Klinikum Ingolstadt zu einer Häufung von Besiedlungen mit multiresistenten „Klebsiella pneumoniae Bakterien“ (KPC). „Glücklicherweise ist bisher noch kein einziger Patient durch diesen Keim erkrankt“, meldete das Klinikum heute Abend.

Die Frührehabilitation therapiert schwerst kranke Patienten direkt nach ihrer Behandlung auf Intensiv- oder Überwachungsstationen frührehabilitativ, um damit bleibende Behinderungen zu vermeiden und eine Rückkehr in die gewohnte Umgebung zu ermöglichen, erläutert das Klinikum.

Das Bakterium „Klebsiella pneumoniae“ gehöre zur physiologischen Flora des Menschen und komme bei vielen Menschen im Darmtrakt vor, ohne Infektionen hervorzurufen. In bestimmten Situationen seien die Bakterien aber in der Lage, Infektionen zu verursachen, wie Wundinfektionen im Bauchraum, Blasenentzündungen und gelegentlich auch Lungenentzündungen.

Prinzipiell könnten solche Infektionen effektiv mit Antibiotika behandelt werden. Im aktuellen Fall liege aber eine Resistenz gegen viele sehr effektive und gut verträgliche Antibiotika vor. Außerdem seien in diesem Fall die Bakterien zwar noch auf einige Antibiotika sensibel, diese seien aber nicht so effektiv und verträglich wie gewünscht.

Insgesamt wurden sechs Patienten identifiziert, die mit den Bakterien besiedelt seien, so das Klinikum weiter. Eine Infektion mit den Bakterien liegt derzeit aber bei keinem Patienten vor. In Absprache mit dem Gesundheitsamt Ingolstadt seien umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen getroffen worden. (nr) 

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