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Karlshuld

15.04.2015

Barrierefrei ins Pfarrheim

Für den festen Untergrund mussten für den behindertengerechten Zugang zum Pfarr- und Jugendheim zwölf und für die Nottreppe sechs fünf Meter lange Betonpfähle eingeschlagen werden.
Bild: Kühne

Was lange währt, wird endlich gut: In Karlshuld haben vor Kurzem die Arbeiten für eine behindertengerechte Rampe, eine Brandschutzertüchtigung und eine Nottreppe begonnen.

Am Pfarr- und Jugendheim St. Ludwig in Karlshuld haben vor Kurzem die Arbeiten für einen behindergerechten Zugang begonnen. In diesem Zuge wird auch gleich ein weiteres Defizit beseitigt: Das Gebäude wird brandschutztechnisch ertüchtigt und bekommt eine Nottreppe.

Mit dem ersten Rammschlag ist eine fast unendliche Geschichte vom Antrag bis zur Baugenehmigung zu Ende gegangen. Ursprünglich sollte nur eine behindertengerechte Rampe gebaut werden. Dann wurde allerdings vom Projektmanagement der Diözese festgestellt, dass auch der Brandschutz ertüchtigt werden muss. Am 1. Juli 2014 wurde dann vereinbart, dass beide Baumaßnahmen zusammen ausgeführt werden und der entsprechende Bauantrag eingereicht werden soll.

Die Kosten bezifferte der Architekt bei der Rampe auf 43500 Euro und für die Brandschutzmaßnahmen auf 132500 Euro. Mit Baunebenkosten und Baukostenreserve belaufen sich die Gesamtkosten auf 176000 Euro, die von der Diözese mit 114000 Euro (65 Prozent) bezuschusst werden.

In seiner Sitzung vom 22. Juli 2014 hat der Gemeinderat einen Zuschuss von 29920 Euro (17 Prozent) bewilligt. In dem Zuschuss ist der bereits bewilligte Zuschuss für die Rampe in Höhe von 4000 Euro enthalten. Der Rest von 32000 Euro muss von der Pfarrgemeinde aufgebracht werden. „Bis Ende 2014 sind 7000 Euro eingegangen“, berichtete Kirchenpfleger Franz Meier, der vor einiger Zeit rund 100 Bittbriefe an Geschäftsleute und Vereine versandt hat, um die Deckungslücke zu schließen.

Waren die Finanzen im Juli 2014 soweit geklärt, fehlte es jedoch an der Planung. Der Bauantrag mit Brandschutzverzeichnis wurde vom Architekten am 13. Oktober dem Landratsamt vorgelegt, das aber noch weitere Unterlagen haben wollte. Mittlerweile hatte die Gemeinde Karlshuld am 18. November das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Nach der letzten Korrektur des Brandschutzverzeichnisses, zu der der Architekt am 23. Februar aufgefordert worden war, konnte das Landratsamt am 23. März die langersehnte Baugenehmigung erteilen.

Auch wenn es wie ein Aprilscherz anmutet: Am 1. April begannen schließlich die ersten Arbeiten für den Bau des behindertengerechten Zugangs. Wetterbedingt konnten am 13. April die Pfahlgründungen, die bei der Moormächtigkeit um das Pfarrheim unumgänglich sind, vorgenommen werden, so dass es nun zügig vorangehen kann. Voraussichtlich im Juni werden die Arbeiten abgeschlossen sein.

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