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Realschulneubau

09.03.2018

Bauzeitplan gerät durcheinander

Auf der Baustelle am Sehensander Weg rollen dieser Tage wieder die Baufahrzeuge. Nachdem der Oberboden komplett abgeräumt ist, wird ab nächster Woche der Aushub weggefahren und verfüllt. „Wir tragen alles mit, aber es muss absehbar sein, dass das erklärte Einzugsziel 2020 ist.“
Bild: Marcel Rother

Am Sehensander Weg wird wieder gearbeitet. Die Neuausschreibung des Rohbaues bringt den Zeitplan durcheinander, und der Einzug verschiebt sich

Pünktlich zum Schuljahresstart im September 2019 sollte in der neu gebauten Paul-Winter-Realschule am Sehensander Weg eigentlich der Unterricht starten, doch die Schulfamilie muss nun doch noch ein Jahr länger im beengten, alten Schulbau in der Fünfzehnerstraße ausharren. Nachdem die Baufahrzeuge nach Ende der witterungsbedingten Winterpause wieder rollen, zeichnet sich ab: Die Neuausschreibung des Rohbaugewerkes hat den Bauzeitplan nachhaltig über den Haufen geworfen. Auf dem knapp fünf Hektar großen Gelände im Neuburger Westen baut der Landkreis eine neue, hochmoderne Schule.

„Wir müssen den Einzug ein Jahr später terminieren“, erklärte gestern im Kreisausschuss der zuständige Hochbauingenieur Max Knöferl den Kreisräten. Bei der ersten Ausschreibung für den Rohbau war der Kostenrahmen um mehr als zwei Millionen Euro überschritten worden. Um den Kostenrahmen von 36 Millionen Euro nicht schon auf Anhieb zu sprengen, hatten die Planer die Kubatur nochmals überarbeitet, Ausbuchtungen begradigt, die Baukörper gestrafft und klarere Linien geschaffen. Insgesamt konnten 600000 Euro eingespart werden. „Und das tut allen Gewerken gut, gerade der Fassade“, ergänzte Knöferl.

Schulleiterin Sonja Kalisch ist über die Verzögerung nicht überrascht. „Wir haben es geahnt“, sagte sie auf Nachfrage der Neuburger Rundschau. Wir können damit leben und tragen alles mit, aber es muss absehbar sein, dass das erklärte Einzugsziel 2020 ist.“ Bei der Schulfamilie genieße der Landkreis als Bauträger einen großen Vertrauensvorschuss, „die Schule, die Eltern waren super in das Projekt eingebunden“. Dass es bei einem so großen Bauprojekt immer Unwägbarkeiten gebe, sei allen an der Schule klar, sagt Sonja Kalisch. Momentan besuchen die Einrichtung rund 560 Schüler, die von 44 Lehrkräften unterrichtet werden. Am Ende, so die Schulleiterin, sei wichtig, dass es vorangehe. „Wir machen jetzt seit Dezember 2011 rum. Unser Problem ist, wir haben momentan weder eine Außensportanlage noch Raum für die sogenannten Mint-Fächer, noch eine Ganztagesbetreuung. Seit 2008 stehen hier Container. Am Ende nehme ich, was ich kriegen kann. Und wenn’s doch vor September klappen sollte, irgendwelche günstigen Ferien finden sich immer.“

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Als nächster Schritt, sagte Max Knöferl im Ausschuss, werde der Auftrag im Mai nochmals ausgeschrieben und im Juni vergeben. Im August soll dann Baubeginn sein. Das Denkmalamt hat übrigens seine begleitende Arbeit beendet, im Oberboden wurden keinerlei historische Artefakte gefunden. Ein Teil der abgeschobenen Ackerkrumme lagert auf dem Gelände zur späteren Modellierung und Anlage des Außenbereichs.

Verkehrsreferent Theo Walter sorgte sich, dass die Zufahrtsstraßen zum Gelände derzeit stark verschmutzt werden könnten, doch Max Knöferl konnte diese Sorge ausräumen. Die Firma, die das Erdreich abtransportiert, hat einen eigenen Kehrwagen. Um auf weitere Sorgen der Anlieger reagieren und möglichst auch ausräumen zu könne, kündigte Landrat Roland Weigert eine Anliegerversammlung in den nächsten beiden Monaten an.

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